"Orkan hat böse zugeschlagen": Fränkischer Verein kämpft mit massiven Sturmschäden

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Kreis Roth: Verein kämpft mit Sturmschäden - "böse zugeschlagen"
Das frisch verstärkte Dach der Vereinshütte in Kleinschwarzenlohe ist nach dem Sturm abgedeckt.
Das frisch verstärkte Dach der Vereinshütte ist nach dem Sturm abgedeckt.
Uwe Pfeiffer
Kreis Roth: Verein kämpft mit Sturmschäden - "böse zugeschlagen"
Die Motorsportabteilung im Kreis Roth stellte Autos bereit. Diese haben jetzt einen Wasserschaden.
Der die Motorsportabteilung stellte Autos bereit, diese haben jetzt einen Wasserschaden.
Uwe Pfeiffer
Kreis Roth: Verein kämpft mit Sturmschäden - "böse zugeschlagen"
Der Sturm zerstörte die meisten Akkus und Ladegeräte bei der Motorsportabteilung des TSV 72 Kleinschwarzenlohe.
Der Sturm zerstörte die meisten Akkus und Ladegeräte.
Uwe Pfeiffer

Ein Sturm hat auf einem Vereinsgelände im Kreis Roth Spuren der Verwüstung hinterlassen. Darunter müssen jetzt besonders die Kinder leiden.

Ein heftiger Sturm hat die Motorsportabteilung des TSV 72 Kleinschwarzenlohe schwer getroffen. "Der Orkan hat gestern böse zugeschlagen und das Dach der Holzhütte auf unserem Gelände, der MoSpoArena, abgedeckt", berichtet Abteilungsleiter Uwe Pfeiffer gegenüber inFranken.de. Die Schäden gehen demnach weit über die Hütte hinaus: "Auch ein Auto wurde schwer beschädigt."

Für die ehrenamtlich aufgebaute Abteilung ist es ein Rückschlag. Erst im Sommer 2024 hatte Pfeiffer die Motorsportabteilung gegründet. Seitdem entstanden mehrere Rennstrecken für ferngesteuerte Autos und Drohnen - für Erwachsene und Kinder gleichermaßen. Der nächste Ausbauschritt war bereits in Planung: Ein Teich sollte entstehen, um künftig auch Modellboote zu fahren. Doch dazu kam es bisher nicht. Stattdessen liegt ein Großteil der bisherigen Arbeit in Trümmern.

Schock für Sportverein: Erst vor drei Wochen das Dach verstärkt - "nun ist alles kaputt"

Besonders bitter: Die zerstörte Holzhütte war noch relativ neu. "Vor einem Jahr wurde sie gebaut, vor fünf Wochen der Boden, vor drei Wochen haben wir das Dach verstärkt - nun ist alles kaputt", schildert Pfeiffer die Situation. Es ist nicht das erste Mal, dass die Abteilung von einem Sturm getroffen wird. "Vor zwei Jahren wurde bereits unser Zelt zerfetzt, wir hatten uns gerade wieder derrappelt – und jetzt hat der nächste Sturm auch noch unsere Holzhütte komplett zerstört", heißt es in einer Spendenkampagne auf GoFundMe, die Pfeiffer gestartet hat.

Mit der Hütte verlieren die Mitglieder mehr als nur einen Unterstand. "Wir haben nicht nur einen Aufenthaltsort verloren, sondern auch unseren einzigen geschützten Raum für Kinder und Erwachsene", sagt Pfeiffer. Zudem fehlt es nun an Lagerfläche sowie an der Möglichkeit, Akkus und Geräte sicher zu laden. Klar ist bereits: Eine einfache Lösung soll es diesmal nicht werden. "Das wird kein Schnellschuss", betont er. Stattdessen plane er eine sichere Alternative - etwa eine feste Hütte mit Fundament oder einen Seecontainer.

Im Aufruf formuliert Pfeiffer das Ziel deutlich: "Es soll eine stabile, wetterfeste und mit einem Fundament verbundene Räumlichkeit werden." Diese soll künftig mehrere Funktionen erfüllen: als Aufenthaltsraum, Werkstatt sowie als sichere Lager- und Stromversorgung. Doch ohne Unterstützung sei das nicht möglich: "Alleine können wir die Kosten nicht stemmen. Deshalb bitten wir euch von Herzen um Unterstützung."

Abteilungsleiter bittet um Unterstützung - "einziger geschützter Raum für Kinder"

 Neben dem Wiederaufbau beschäftigt die Verantwortlichen auch die Frage nach Versicherungsleistungen. "Jetzt muss erstmal geklärt werden, welche Geräte überhaupt gedeckt sind", sagt Pfeiffer. Der Schaden an der Ausrüstung ist erheblich. Zwar wurde kurzfristig eine Plane über die verbliebenen Drohnen, Autos, Akkus und Werkzeuge gespannt, doch "das meiste ist im Sturm kaputt gegangen". Trotz der schwierigen Lage möchte die Motorsportabteilung ihr Engagement fortsetzen.

Besonders wichtig sei dabei das Ferienprogramm, an dem die Abteilung beteiligt ist. In den Sommerferien könnten Kinder dort die Fahrzeuge ausprobieren und selbst fahren oder fliegen. Ein Highlight sei die sogenannte Crawlerstrecke – ein Parcours mit Hindernissen wie Brücken und Sandhügeln, so Pfeiffer. "Das Fahren fördert die Feinmotorik und das Hirn", erklärt er. Aktuell ist die Durchführung jedoch deutlich aufwendiger geworden. "Derzeit müssen alle Akkus zu Hause geladen werden, und jeder lagert sein Material selbst", beschreibt er die improvisierte Situation.

Trotz aller Rückschläge bleibt die Motivation ungebrochen. "Wir lassen uns nicht unterkriegen", sagt Pfeiffer entschlossen. Die Abteilung lebt vor allem von ihrem Gemeinschaftsgedanken: "Es kommen alle - Papas, Mütter, Kinder. Alle haben Spaß und wir haben für jeden die passende Strecke." Genau dieses Miteinander soll auch in Zukunft erhalten bleiben. Dafür hofft Pfeiffer auf Unterstützung durch Spenden: "Wir wollen, dass unser Vereinsgelände wieder ein Treffpunkt für alle Interessierten und unsere 45 Mitglieder wird."