Cyberangriffe auf Kühlhäuser: Erster Fall aus Franken bekannt

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Hacker nehmen vermehrt Kühlsysteme ins Visier. Nach Vorfällen in Supermärkten wurde jüngst eine Metzgerei in der Oberpfalz das Ziel eines Cyberangriffs. Jetzt gibt es auch den ersten Fall aus Franken.

Nach einem Cyberangriff auf Kühlhäuser einer Metzgerei in der Oberpfalz ist ein weiterer Betrieb aus Bayern von möglichen Manipulationen an Kühlhäusern betroffen. Ein Gastro-Unternehmen aus dem mittelfränkischen Landkreis Roth wurde mutmaßlich Opfer eines Cyberangriffs auf die Kühlung. Sollte sich dies bestätigen, wäre es der erste Fall aus Franken. InFranken.de hatte kürzlich bei Edeka nachgefragt, ob auch fränkische Filialen Opfer von Cyberangriffen wurden.

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken bestätigte den Fall aus dem Landkreis Roth. Es laufe ein Ermittlungsverfahren bei der Schwabacher Kripo. Der Betreiber des Betriebs schätzt den entstandenen Schaden auf etwa 5000 Euro, wie er auf Anfrage sagte. 

Gastro-Unternehmen aus Mittelfranken Ziel von Cyberangriff?

Die Zieltemperatur der Kühlung war demnach über eine Software auf 150 Grad eingestellt worden. Dieses Muster wies auch der Fall der Metzgerei in der Oberpfalz auf. Dort hatten Cyberkriminelle gleich mehrere Kühlhäuser manipuliert. Die Täter hatten demnach die Temperatureinstellung in der Nacht zum Montag so verändert, dass sich die Kühlhäuser auf bis zu 150 Grad erhitzten, wie das Polizeipräsidium in Regensburg mitgeteilt hatte.

Der Metzgerei im Landkreis Neustadt an der Waldnaab entstand nach aktuellem Ermittlungsstand ein Schaden im fünfstelligen Bereich. Der Vorfall stehe möglicherweise im Zusammenhang mit weiteren Cyberangriffen in der Nacht zum 2. November auf Kühlsysteme von Supermärkten in Europa.

Auch ein Supermarkt im niederbayerischen Reisbach war jüngst Opfer davon geworden und hatte einen Großteil der Ware in den Kühlregalen und -truhen entsorgen müssen. Die Polizei rät betroffenen Unternehmen, die Cyberangriffe umgehend zu melden.

Vorschaubild: © Philip Dulian/dpa