Der Montessori-Schule Rhön-Saale reichen die Räumlichkeiten in der Sandberger Schule für ihre künftige Entwicklung nicht aus. Da der Mietvertrag Ende August 2018 endet, würde man derzeit Lösungen suchen, erklärte Bürgermeisterin Sonja Reubelt den Gemeinderäten. Die Verantwortlichen der Montessori-Schule haben in Erwägung gezogen den Standort Sandberg zu verlassen und an anderer Stelle neu zu bauen.

Bisher ist die Suche nach Alternativstandorten nicht erfolgreich verlaufen. Um die Montessori-Schule in Sandberg dauerhaft zu erhalten gibt es nun folgende Idee: Die Gemeinde Sandberg baut für die Grundschule ein neues Schulgebäude. Das vorhandene große Schulgebäude werde an die Montessori-Schule verkauft. So könne nicht nur die Montessori-Schule in Sandberg gehalten werden, was für die Gemeinde sehr wichtig sei, steigere es doch die Attraktivität Sandbergs. Zugleich sei das große Schulgebäude genutzt, für das nach einen Weggang der Montessori-Schule es sicherlich schwierig sei, eine Nutzung zu finden.
Gespräche mit den Verantwortlichen der Montessori-Schule haben bereits stattgefunden. "Sie wären bereit sich an den Standort Sandberg dauerhaft zu binden", so die Bürgermeisterin. Um Planungssicherheit zu bekommen, sei es allerdings notwendig, dass der Gemeinderat sein Votum zu dieser Vorgehensweise gebe. Die Bürgermeisterin habe bereits auch erste Gespräche mit der Regierung von Unterfranken zu einem Schulhausneubau für die Grundschule und entsprechenden Förderungen geführt. Die Gemeinderäte waren vom Vorschlag Reubelts sofort überzeugt.
Einstimmig fiel ihre Votum für diesen Weg aus. In einer Diskussionsrunde gab es durchweg Zustimmung. Siegfried Söder sieht es als eine sehr gute Lösung an, um einen Leerstand des großen Schulgebäudes zu vermeiden. Wenn es für einen Neubau der Grundschule dann auch noch Zuschüsse gebe, sei es eine für Sandberg sehr günstige Variante. Auf die weitere Nutzungsmöglichkeit der Turnhalle für die Grundschule, verwies Erwin Voll. Das habe sie schon im Blick, sagte Reubelt, denn eine zweite Turnhalle werde die Gemeinde nicht bauen.
Wo die neue Grundschule gebaut werden könne, wollte Steffen Zehe wissen. "Über einen konkreten Standort wurde noch nicht gesprochen. Die Grundstücksfrage ist im Moment auch noch nicht die Schlüsselfrage", sagte Reubelt. Allerdings gehe sie davon aus, dass die Grundschule im Umgriff der bestehenden Schule und Sportanlage gebaut werde. "Platz haben wir genug", sagte sie.
Der Gemeinderat fasste den Beschluss, dass der Neubau einer Grundschule für Sandberg vorangetrieben und gleichzeitig der Verkauf des bestehenden Schulgebäude an die Montessori-Schule weiter verfolgt werde. Marion Eckert