Winter wo bist du? Diese Frage wurde mehr als ein Mal gestellt. Die Wanderjahreröffnung ist stets ein Ausblick auf das neue Jahr, die Veranstaltungen und Festlichkeiten, die anstehen.

Diesmal jedoch stellte der Vorsitzende der Saale-Sinn-Region Thomas Hammelmann aus Bad Kissingen die Erinnerung an seinen Vorgänger Berthold Braun in den Mittelpunkt. "Ein letztes Mal hatten sich im Dezember viele Rhönklubfreunde in Stockheim getroffen, um von Berthold Braun Abschied zu nehmen, um ihn auf seiner letzten Wanderung zu begleiten." Berthold Braun war 22 Jahre Vorsitzender in der Region und jahrelang Vorsitzender des Zweigvereins Stockheim. Er sei für ihn, so Hammelmann, stets ein Vorbild gewesen.

Berthold Braun habe sich mit seinem Leben und seinem Tod auseinander gesetzt, habe Wünsche aufgeschrieben, die er gerne erfüllt hätte, wenn er einmal sterben würde.
Ein Wunsch war darunter, den die Rhönklubberer ihm erfüllen konnten: Das Lied "Ich weiß basaltene Bergeshöhn´ in der Rhön" unter freiem Himmel zu singen. Die Wanderjahreröffnung auf dem Kreuzberg sei dazu eine gute Gelegenheit, befand Hammelmann. So ließ Hammelmann anstimmen und gemeinsam wurden zur Ehre und zum Andenken an Bertold Braun gesungen. Neben diesem Gedenken gab es aber auch noch allgemeine Informationen, Neujahrswünsche und Dankesworte.

Regionalwegewarte dringend gesucht

Hammelmann trat zudem mit einer großen Bitte an die Mitglieder der Saale-Sinn-Region heran. Seit langer Zeit werden Regionalwegewarte gesucht, mittlerweile wurden auch zwei gefunden, die sich bei der nächsten Regionalversammlung zur Wahl stellen werden. Doch zur Abdeckung des Gebietes werde noch ein dritter Regionalwegewart benötigt. Es beträfe das Gebiet westlich und südlich der Region, den Bereich Bad Brückenau, Elm Schwarzenfels, Bad Kissingen, Oberbach, Hammelburg, Schondrahöhe, Burkardroth, Garitz und Wildflecken. "Wenn sich aus diesen Zweigvereinen noch jemand finden würde, dann hätten wir drei Wegewarte für unsere Region, das wäre einfach super." In seinem Ausblick für das Jahr 2014 lud Hammelmann zu einer Vielzahl an Jubiläen und Festen ein, die von Mai bis November in der Saale-Sinn-Region und den weiteren Regionen des Rhönklubs stattfinden.

Ein wichtiger Termin sei die Regionalversammlung am 10. Mai mit Neuwahlen im Würzburger Karl-Straub-Haus, die Jahreshauptversammlung des Gesamtrhönklub am 6. Juli in Elm, Schlüchtern, und die Kulturtagung der Region Saale-Sinn am 26. Oktober. Neben Thomas Hammelmann war der Hauptkulturwart Jürgen Reinhardt aus Fulda zum Kreuzberg gekommen, um sich in einer Ansprache an die Mitglieder zu wenden. Was erwartete den Rhönklub im Jahr 2014? Eine Frage, die so schnell nicht zu beantworten sei. Für den Rhönklub sei das zweite Halbjahr 2013 "etwas unerfreulich" gewesen. In der Jahresmitte trat der amtierende Präsident Ewald Klüber zurück "und hinterließ eine Lücke, die vom geschäftsführenden Vorstand ausgefüllt werden musste und auch ausgefüllt wurde." Zu Beginn des neuen Jahres sei nun Licht am Ende des Tunnels zu sehen. "Es haben sich Rhönklubmitglieder bereit gefunden, die vakanten Posten des Präsidenten, des Schatzmeisters, des Schriftführers und des Fachmanns für Öffentlichkeitsarbeit auszufüllen.

Ihre Namen werden in absehbarer Zeit bekannt gegeben." Reinhardt bat die Mitglieder der neuen Vorstandschaft, die sich Anfang Juli zur Wahl stellen wird, Wohlwollen entgegen zu bringen. Er sprach von "Untergrundkämpfern" und "Heckenschützen" die schon auf der Lauer liegen, den Präsidenten und Haupvorstand im Visier. Es gehe beim Rhönklub aber nicht um persönliche Belange, sondern einzig und allein um den Gesamtrhönklub, machte Reinhardt deutlich. "Gebt dem Präsidenten und dem Hauptvorstand die Gelegenheit, das Schiff Rhönklub, das seit einiger Zeit auf Schlingerkurs fährt, wieder in ruhiges Fahrwasser zu manövrieren."