Eingebunden sind aber auch die Marktgemeinde Trappstadt und die Gemeinden Gompertshausen und Schlechtsart in Thüringen sowie Kreisheimatpfleger und Kulturreferent. Wie Andreas Räth von der Stabstelle des Landkreises Rhön-Grabfeld dazu sagt ist der Sonntag, 5. Oktober als fester Termin nun festgelegt. Treffpunkt für die Veranstaltung ist der "Grenzgängerweg" zwischen Trappstadt und Schlechtsart. Auf diesem wird am Nachmittag dann eine geführte Wanderung mit Kreisheimatpfleger Reinhold Albert und Kreiskulturreferent Hanns Friedrich zu den dort noch vorhandenen DDR-Grenzsicherungsanlagen angeboten.

Außerdem will Bürgermeisterin Heidi Bärwald aus Schlechtsart einen Rundgang durch das etwa einen Kilometer entfernte Dorf machen, geht dabei aber auch einen Teil des Grenzwanderwegs und auf den "Krautsberg". Von dort aus hatte man zu DDR-Zeiten einen Blick nach Trappstadt und in das Grabfeld.
Heidi Bärwald wird bei der Wanderung entsprechend informierten. Bei der Grenzwanderung mit Reinhold Albert und Hanns Friedrich gibt es dann Einblicke in die einstigen Sperranlagen der DDR. Dies ist hier besonders eindrucksvoll möglich, weil zwischen Schlechtsart und Gompertshausen noch rund 300 Meter Original Grenzzaun stehen. Dort ist weiterhin der Kfz-Sperrgraben und der Kolonnenweg vorhanden. Die Teilnahme an der Wanderung ist kostenfrei.

Bereits um 12 Uhr treffen sich alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Mittagessen aus der Gulaschkanone, die die Gemeinde Schlechtsart zur Verfügung stellt. "Es wird Wildgulasch und Brötchen geben," verrät Bürgermeisterin Heidi Bärwald. Um 13.30 Uhr ist am Beginn des Grenzwanderwegs dann eine Gedenkfeier und eine ökumenische Andacht unter dem Motto "Grenzen überwinden". Diese wird vom evangelischen Dekan Dr. Matthias Büttner, dem katholischen Dekan Dr. Andreas Krefft, sowie einem evangelischen Pfarrer aus Thüringen gehalten. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Posaunenchor aus Sulzdorf an der Lederhecke.

Im Anschluss daran, gegen 14 Uhr, finden dann die Führungen statt, wobei rund eineinhalb Stunden eingeplant sind. Festes Schuhwerk ist dabei wichtig. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "25 Jahre Grenzöffnung - Geschichte erleben". Ab 15.30 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen; eventuell mit musikalischer Umrahmung durch die Musikkapelle Trappstadt. Während die einen auf Wanderung sind, können diejenigen, die lieber am Festplatz bleiben sich mit Steaks und Bratwürsten, sowie Getränken versorgen. Dafür ist dann die Feuerwehr aus Trappstadt zuständig, sagt Bürgermeister Michael Custodis. Es sollen auch kleinere Zelte aufgestellt werden.

Zudem wird von Dekanatsjugendreferent Christian Neeß eine Radtour für die Jugendlichen ab Bad Neustadt organisiert. Geplanter Start in Bad Neustadt ist um 10 Uhr, so dass eine Ankunft um spätestens 12.30 Uhr sichergestellt ist. Die Radler fahren bis zum Feuerwehrhaus Trappstadt. Von dort gibt es dann eine Shuttlebus zum Veranstaltungsort. Diese Shuttlebusse der Feuerwehr werden auch für alle Teilnehmer eingesetzt, die aus Rhön-Grabfeld kommen, da am Feuerwehrhaus entsprechende Parkmöglichkeiten vorhanden sind, die es am Grenzgängerweg nicht in ausreichendem Masse gibt. Sollte das Wetter nicht ganz mitspielen, ist angedacht, die Veranstaltung entweder in das Dorfgemeinschaftshaus nach Schlechtsart oder in das Gästehaus Trappstadt zu verlegen. Um die Veranstaltung entsprechend bekannt zu machen werden Flyer und Plakate gedruckt. Natürlich sind zur Veranstaltung politische und kirchliche Persönlichkeiten eingeladen. Ende der Veranstaltung und Rücktransport der Jugendlichen nach Bad Neustadt soll gegen 17 Uhr sein.