• Deutsche Bahn plant Tunnel unter dem Frankenschnellweg
  • 7,5 Kilometer langes Bauwerk zwischen Nürnberg und Fürth
  • Tunnel bringt Schutz vor Güterverkehrslärm und Emissionseinsparungen 
  • Teil des größten Bahnprojekts Mittelfrankens: Rund 750 Millionen Euro Kosten 

Der neue Güterzugtunnel werde laut der Deutschen Bahn "den Eisenbahnbetrieb rund um die Stadt Fürth nachhaltig entlasten". Besonders der Streckenabschnitt zwischen Fürth und Nürnberg zähle zu den am stärksten frequentierten in Bayern. Hier werde schließlich ein Großteil des Nah- und Fernverkehrs aus westlicher (Würzburg) und nördlicher Richtung (Bamberg) gebündelt.

Nürnberg/Fürth: Deutsche Bahn plant Tunnel unter Pegnitz und Frankenschnellweg

Der 7,5 Kilometer lange Tunnel ist laut Angaben der Deutschen Bahn Teil des größten Bahnprojekts der Zwanziger Jahre in Mittelfranken. Gemeint ist der "Neubau der 14 Kilometer langen, zweigleisigen Güterzugstrecke". Diese Strecke führe von ihrem Startpunkt hinter dem Nürnberger Rangierbahnhof südlich der Wallensteinstraße bis nach Eltersdorf, wo sie in die Ausbaustrecke in Richtung Bamberg münde. Der Güterzugtunnel sei "das zentrale Bauwerk" dieses Projekts. Bei einem Innendurchmesser der Tunnelröhren von über 11 Metern finden zwei Gleise in dem Bauwerk Platz. Fahren können darin ausschließlich Güterzüge mit einer Maximalgeschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde.

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Das Tunnelbauwerk beginne "südlich des Nürnberger Großmarktes bei der Rothenburger Straße". Zunächst folge der Tunnel der oberirdischen Bahnstrecke in Richtung Fürth. Auf Höhe der Autobahn A73, dem sogenannten Frankenschnellweg,  unterquert der Tunnel dann die Pegnitz. "Dort erreicht er mit 25 Metern seinen tiefsten Punkt", erklärt die Deutsche Bahn. Anschließend verlaufe der Tunnel knapp vier Kilometer parallel zum Frankenschnellweg und: "Südlich von Steinach kehrt er an die Oberfläche zurück." Der Verlauf des Tunnels in aller Kürze: "Er beginnt südlich des Nürnberger Großmarktes und endet südlich von Steinach."

Einer der Vorzüge des Tunnels sei der Schutz der Anwohner*innen vor Güterverkehrslärm. Der "stark beanspruchte Knoten Fürth" werde von Güterzügen aus und in Richtung Bamberg schließlich in Zukunft unterquert. Zusätzlich minimiere auf Höhe der Tunnelportale "ein spezielles, schallreduzierendes Fahrbahnsystem" Erschütterungen. 

Güterverkehrstunnel ab Nürnberg: Bauwerk soll Anwohner*innen vor Lärm schützen

Zu Beeinträchtigungen durch den Bau des Tunnels soll es laut der Deutschen Bahn nicht kommen: "Nach derzeitigem Stand ist eine wesentliche Beeinflussung des Frankenschnellweges oder gar Sperrung nicht geplant", so ein Bahnsprecher. Lediglich in den Bereichen der beiden Tunnelportale könne es zu "Auswirkungen auf die Region" kommen, da sie oberirdisch gebaut werden. Der restliche Tunnel werde "bergmännisch errichtet". 

Durch den Güterverkehrstunnel sei "mehr Platz für Personenzüge". Der Personennah- und Fernverkehr in der Region werde somit "zuverlässiger und pünktlicher". Außerdem: "Der neue Güterzugtunnel macht die Schiene attraktiver für den Gütertransport", erklärt die Deutsche Bahn. So könne man durch die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene klimaschädliche Emissionen einsparen.

Die Deutsche Bahn habe bereits zu Beginn des Jahres die Planungen zu diesem Großprojekt dem Eisenbahnbundesamt übergeben. "Im nächsten Schritt erfolgt nun ein Planfeststellungsverfahren mit öffentlicher Beteiligung durch die Regierung von Mittelfranken", erklärte eine Bahnsprecher inFranken.de. Abhängig von der Dauer des Genehmigungsverfahrens sei der Baubeginn des Frankenschnellweg-Tunnels ab 2024 möglich.

Weitere Bauprojekte in Franken: Mitten im Forchheimer Zentrum - in der Birkenfelderstraße - entstehen 41 neue Wohnungen. Nun fand die feierliche Grundsteinlegung statt. Bezugsfertig sollen die Wohneinheiten Ende 2022 sein.

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