Im Gespräch mit dem Nürnberger Christkind: Benigna Munsi gibt den Menschen eine ganz besondere Weihnachtsbotschaft mit auf den Weg. Foto: Daniel Karmann/dpa
Im Interview mit "Gesichter der Demokratie", einer Initiative, die sich seit 2017 für den Schutz und die Stärkung der Demokratie einsetzen, erklärt das diesjährige Nürnberger Christkind, was Demokratie für sie ganz persönlich bedeutet, wo Grenzen der Meinungsäußerung liegen und gibt persönliche Eindrücke in ihr Leben.
Benigna Munsi ist das diesjährige Nürnberger Christkind und damit zugleich die Symbolfigur des Nürnberger Christkindlesmarktes. Sven Lilienström, Gründer der Initiative Gesichter der Demokratie, spricht im Interview mit Benigna über Respekt, Nächstenliebe und über ihre Weihnachtsbotschaft an die Menschen.
Benigna Munsi über Demokratie und "Multikulti"
In seiner letztjährigen Weihnachtsansprache bezeichnete der Bundespräsident die Fähigkeit zum Kompromiss als Stärke der Demokratie. Was bedeutet Demokratie für Dich ganz persönlich Benigna?
Demokratie bedeutet für mich, dass alle Menschen in ihrer Vielfalt gesehen werden. Wichtig ist, Meinungen und Ansichten auszutauschen und zusammen einen Kompromiss zu suchen, der das Interesse der Einzelperson, aber vor allem auch das Wohl aller berücksichtigt.
Ich setze eine absolute und klare Grenze dort, wo ein Mensch durch seine Meinungsäußerung einen anderen Menschen verletzt, ihn persönlich angreift und nicht respektvoll mit diesem umgeht. Jeder Mensch ist verschieden, hat unterschiedliche Ideale und eben eine persönliche Meinung - genau deshalb darf man niemanden verurteilen.
Heutzutage ist es aber leider so, dass auf den Social Media-Plattformen die Hemmschwelle der Menschen so niedrig ist, dass sie nicht darüber nachdenken, was ein Kommentar oder Post bei Menschen bewirken kann. Es ist leichter, einen Kommentar zu verfassen und abzuschicken als mit der Person und ihren Gefühlen direkt konfrontiert zu werden.
Mit Hatern habe ich persönlich keine Erfahrungen. Es gibt aber immer Menschen, die andere Ansichten haben als man selbst. Kommt es dann zu einer Diskussion, einem Gespräch oder einem persönlichen Austausch, umso besser!