Trotz ihres vollen Kalenders fand das neue Nürnberger Christkind Zeit für einen Besuch auf dem Schweinfurter Weihnachtsmarkt. Im Interview spricht Benigna Munsi auch über die rassistischen Anfeindungen, mit denen sie jüngst konfrontiert wurde. Foto: Daniel Karmann / dpa
Am Freitag eröffnete Benigna Munsi den Christkindlesmarkt. Trotz vollen Terminkalenders war das neue Nürnberger Christkind nun auch in Unterfranken zu Gast. Bei ihrem Besuch auf dem Schweinfurter Weihnachtsmarkt sprach die 17-jährige Schülerin auch über die rassistischen Anfeindungen, denen sie kürzlich ausgesetzt war. Von Nicolas Bettinger
Am Freitag eröffnete die 17-jährige Benigna Munsi den weltberühmten Nürnberger Christkindlesmarkt als neu gewähltes Christkind. Doch schon nach Bekanntgabe ihrer Wahl wurde die gebürtige Nürnbergerin mit indischen Wurzeln von einem AfD-Kreisverband in einem Facebook-Post rassistisch beleidigt. Daraufhin erfuhr Munsi eine Welle der Solidarität und des Zuspruchs.
Interview mit Nürnberger Christkind - Benigna Munsi auf dem Schweinfurter Weihnachtsmarkt
Trotz ihres vollen Terminkalenders machte die Schülerin nun auch einen Halt in Unterfranken. Zwischen einem Besuch auf dem Schweinfurter Weihnachtsmarkt und einem TV-Auftritt mit Florian Silbereisen fand Benigna Munsi die Zeit, über ihre Aufgaben als Christkind und die rassistischen Anfeindungen gegen ihre Person zu sprechen.
Benigna Munsi: "Die Menschen brauchen heute vor allem Hoffnung"
Möchten Sie Ihr Amt nutzen, um gerade solchen Menschen eine klare Botschaft zu senden?
Munsi: Ich würde mein Amt nicht als politisches Werkzeug einordnen. Für mich geht es eigentlich darum, den Leuten Freude in der Weihnachtszeit zu bringen. Die Menschen brauchen heute vor allem Hoffnung und jemanden, der ihnen zuhört und der für sie da ist. Es geht nicht darum, irgendeiner Partei zu sagen, dass ich nicht ihrer Meinung bin. Es geht um christliche Werte und ich glaube nicht, dass man die Aufgaben als Christkind politisch interpretieren muss.