Verein aus Nürnberg schickt Hilfslieferungen ins Krisengebiet: Die Ukrainerin Viktoriya Levynska kam 2004 nach Deutschland, um in Nürnberg zu studieren. Jetzt muss sie mit ansehen, wie ihr Heimatland durch das russische Militär angegriffen und immer weiter zerstört wird. Ihre Familie und Freunde leben noch in der Ukraine - sie berichten von der dramatischen Lage vor Ort. Der Krieg in der Ukraine fordert immer mehr zivile Todesopfer. Jetzt will die Nato selbst Truppen verlegen.

Bestürzt über den Angriff erzählt die studierte Kunsthistorikerin in einem emotionalen Gespräch mit der Nachrichtenagentur News5, wie sie den Angriff erlebt und wie sie plant, Hilfe in ihre Heimat zu senden. In dem "Verein der Ukrainer in Franken e.V." organisiert Viktoriya über eine ukrainische Kirche Hilfslieferungen in das Land, unterstützt soziale Projekte und organisiert verschiedene Demonstrationen gegen eine militärische Eskalation im Russland-Ukraine-Konflikt

"Helfen Sie uns": Fränkischer Verein sendet Hilfslieferungen in die Ukraine

Ihre Botschaft richtet sich an Europa, an die deutsche Regierung und an die Öffentlichkeit. "Helfen Sie uns. Geben Sie uns eine Möglichkeit, uns zu verteidigen", so die Ukrainerin. Denn "Diplomatie mit einem Psychopathen" könne in keine positive Richtung gehen, erklärt sie mit Blick auf Russlands umstrittenen Präsidenten Wladimir Putin.

"Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Ich mache mir Sorgen", erzählt Viktoriya Levynska aus Nürnberg sichtlich aufgelöst im Interview. Ihre Mutter verlasse aus Angst nicht mehr den Keller und lege ihre "Notfalltasche" mit den nötigsten Dingen nicht mehr aus der Hand. 

Sie selbst jedoch müsse stark bleiben und bereit sein, um die verschiedenen Hilfsorganisationen zu koordinieren und um ihr Heimatland zu unterstützen, berichtet die Nürnbergerin.

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