• Situation auf Intensivstationen verschärft sich durch Corona-Patienten
  • Nürnbergs OB fordert Böllerverbot zur Entlastung von Krankenhäusern
  • Bund und Länder müssen jedoch noch Rechtsgrundlage für ein Feuerwerksverbot schaffen

Wie im letzten Jahr verschärft sich derzeit mit den sinkenden Temperaturen auch die pandemische Lage in Deutschland. In Bayern gilt abermals der Katastrophenfall. Die verschärfte Entwicklung der Pandemie ist vor allem an der Auslastung der Krankenhäuser und Intensivstationen zu erkennen. Um diese zu entlasten, fordert der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Marcus König ein Böllerverbot für den Jahreswechsel, dies ist einer Pressemitteilung der Stadt Nürnberg zu entnehmen.

Nürnberg: Oberbürgermeister fordert Verbot von Böllern und Raketen an Silvester

Auch im letzten Jahr wurde intensiv über ein Verbot von Böllern und Raketen diskutiert. In Nürnberg und in vielen anderen Städten ist solch ein Böllerverbot dann auch beschlossen worden. Dieses diente vergangenes Jahr und soll auch dieses Jahr die Krankenhäuser entlasten. Vor allem die Intensivstationen waren und sind derzeit voll belegt. "Diese Situation haben wir in diesem Winter wieder - leider ist die Situation sogar noch schlimmer", so der Oberbürgermeister. Es würden noch weniger Intensivbetten und Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Zuletzt wurde sogar das Konzept "Kleeblatt" für ganz Deutschland aktiviert. Durch dieses Konzept ist es möglich, Intensivpatienten aus überlasteten Krankenhäusern in weniger beanspruchte Krankenhäuser in anderen Regionen zu verlegen. "Es gilt also, eine Belastung - gerade auch durch Opfer von Unfällen mit Feuerwerkskörpern - zu verhindert", erklärt Marcus König seine Forderungen.

Aus seiner Sicht sei auch dieses Jahr ein Verbot von Feuerwerkskörpern das richtige Mittel. Um ein solches Verbot jedoch in den Städten und Gemeinden umsetzten zu können, benötigen die Kommunen eine verlässliche Rechtsgrundlage. In diesem Zusammenhang fordert König Bund und Ländern auf, diese Grundlage für die Kommunen zu schaffen. "Ohne eine entsprechende Regelung geht es nicht", legt er da. Je schneller hierzu eine verlässliche Rechtsgrundlage geschaffen werde, desto besser.