• Nürnberg: Club-Betreiber plant fest mit Öffnung am 4. März 2022
  • "Mach1", "Bombe", "Resi": Bereits mehrere Partys zum erneuten Start angekündigt
  • "Wieder im Blindflug": Noch herrscht Unsicherheit - Kritik an unklaren Aussagen
  • "Extrem erleichtert": Betreiber kann aufatmen - so steht es ums Personal

In Nürnberg dominiert bei Mathies Wandt die Freude. "Wir sind extrem erleichtert, wir sind wieder da", sagt Wandt gegenüber inFranken.de, der gemeinsam mit zwei Partnern der Betreiber von "Mach1", "Bombe", "Gemein & Gefährlich",  "Resi" und "Rosi Schulz" ist. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte angekündigt, in einem weiteren Lockerungsschritt ab 4. März 2022 auch Clubs und Diskotheken beachten zu wollen - unter Berücksichtigung der 2G-plus-Regel. Einen konkreten Beschluss dazu gibt es allerdings noch nicht. Wandt kritisiert die Unsicherheit, die das hervorrufe - plant aber fest mit der Eröffnung und hat bereits feste Termine für die ersten Partys angekündigt. 

"Mach1" und "Rosi Schulz": Nürnberger Clubs stehen vor der Wiederöffnung - das ist geplant

"Wir kennen das Prozedere schon, dass man sich im Blindflug befindet", sagt Wandt. Bei der letzten Öffnung im Oktober 2021 habe er 24 Stunden vorher offiziell erfahren, dass die Clubs wieder öffnen dürfen. "Man kennt natürlich Leute, es ist durchgesickert und wir hatten schon zwei Wochen vorher begonnen zu planen. Aber ich finde es schade, dass sich Herr Söder noch nicht durchgerungen hat, zu sagen, ihr dürft dann und dann unter diesen Bedingungen sicher wieder aufmachen."

Man müsse sich vorstellen, das passiere "in der Industrie bei großen Firmen wie BMW", so Wandt. Trotzdem sei "alles so geplant, dass wir mit 2G-plus in der Nacht von Donnerstag auf Freitag beziehungsweise Freitag auf Samstag wieder öffnen dürfen". So soll es in der "Rosi Schulz" am Donnerstag, 3. März 2022, um 23.59 Uhr losgehen - mit der aus der zurzeit geschlossenen "Bombe" beliebten Partyreihe "WG-Party". Im "Mach1" stehe ein "Reopening" am Freitag und Samstag an. 

Ein eigenes Testcenter wolle man nicht dafür aufbauen. "Es gibt mittlerweile so viele, in der Luitpoldstraße, am Hauptbahnhof, in der Brunnengasse, am Hauptmarkt und so weiter", erklärt Wandt. Im Oktober war das "Mach1" bei der Wiederöffnung so begehrt gewesen, dass die Schlange bis zur Nürnberger Lorenzkirche reichte. "Das war verrückt, aber klar, die jungen Menschen wollen endlich wieder das Nachtleben genießen", so Wandt. Neben der Freude über die Öffnungsperspektive sei er auch glücklich, dass man "das Personal halten konnte" und keiner der Nürnberger Clubs wegen der Corona-Zwangspause schließen musste. "Das ist eine tolle Nachricht."

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