Erneute Maßnahmen-Proteste in Nürnberg: Gegner der Corona-Politik demonstrieren. Für Samstag (20. Februar 2021) sind bei der Stadt Nürnberg abermals mehrere Kundgebungen mit Bezug zu den aktuell geltenden Corona-Bestimmungen angemeldet worden - darunter auch eine Kundgebung der "Querdenken"-Bewegung.

Im Januar hatte die Stadt eine geplante Demonstration von Maßnahmen-Gegnern noch untersagt, nachdem es zuvor bei einer Versammlung am Nürnberger Hauptmarkt zu Aufsehen erregenden Szenen gekommen war. Nach der Absage versuchten die Verantwortlichen kurzerhand, ihren Protest ins benachbarte Stein zu verlegen. Doch auch hier durften die Teilnehmer nicht demonstrieren. 

Corona-Demos am Samstag: Maßnahmen-Gegner treffen sich in Nürnberg

Am Samstag sind nun aber nach längerer Zeit Demonstrationen wieder erlaubt. Dies hat einen handfesten Grund. "Wir brauchen für Verbote oder Beschränkungen immer einen konkreten Anlass", erklärt Robert Pollack, Abteilungsleiter für Sicherheits- und Ordnungsangelegenheiten beim Nürnberger Ordnungsamt, inFranken.de. "Nach den letzten Kundgebungen in Franken gibt es keine konkreten Anhaltspunkte, dass es zu Verstößen kommen wird."

Laut Ordnungsamt werden am Samstag gleich drei Versammlungen mit Corona-Bezug abgehalten. So findet in der Zeit von 13.30 bis 14.30 Uhr auf dem nördlichen Lorenzer Platz die Kundgebung "Hört uns zu! Aufmerksamkeit für die Sorgen und Nöte von Kleingewerbetreibenden" statt. Die Stadt erwartet hierfür 50 Teilnehmer. 

Auf dem Richard-Wagner-Platz ist für 14 bis 15 Uhr ein Schweigemarsch unter dem Motto "Gegen Diskriminierung und für Menschenrechte" angemeldet worden. Die Teilnehmerzahl beläuft sich in diesem Fall auf 200. Zwischen 19.30 und 20.30 Uhr findet auf dem Kornmarkt die Versammlung "Querdenken 911, Für Wahrheit und das Ende der Manipulation" statt. Hier rechnet die Stadt Nürnberg mit 500 Teilnehmern. 

Zwei weitere Kundgebungen angemeldet

Unabhängig vom Thema Corona sind überdies zwei weitere Kundgebungen angemeldet worden: Demnach findet auf dem Jakobsplatz von 13 bis 14 Uhr die Versammlung  "Wer den Faschismus verhindern will, muss den Kapitalismus stürzen! Gegen die polizeilichen Übergriffe auf die FDJ!" statt. Erwartet werden hier 50 Teilnehmer. 

Eine weitere Demo gibt es am Köpfleinsberg. Zwischen 14 und 15 Uhr findet dort die Versammlung "Hanau gedenken, Faschismus bekämpfen" statt. Die Teilnehmerzahl ist hier mit 20 Personen angegeben worden.

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu bewältigen, fordert Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König unterdessen einen "Marshall-Plan" für Innenstädte. "Alleine schaffen wir das nicht", betont er.