• Nürnberg: Stadt erwägt einschneidende Energiesparmaßnahmen 
  • Warmwasser, Raumtemperaturen und Straßenbeleuchtung unter den Punkten
  • "Gibt kein Tabu": Alle städtischen Einrichtungen werden analysiert 
  • OB König empfiehlt Nürnberger Bevölkerung private Einsparungen 

Die Stadt Nürnberg bereitet sich auf die drohende Gasknappheit vor. Das Kommunale Energie Management (KEM) erarbeitet gerade im Auftrag von Oberbürgermeister Marcus König (CSU) "eine Liste von umsetzbaren Einsparmaßnahmen". Das berichtet die Stadt auf Anfrage von inFranken.de. Sie umfasst verschiedenste Bereiche des alltäglichen Lebens der Nürnberger Bürger*innen.

"Es gibt kein Tabu": Nürnberg erwägt einschneidende Energiesparmaßnahmen

Die Liste sei noch nicht abgeschlossen, informiert der Leiter des Amts für Kommunikation und Stadtmarketing Andreas Franke. Mögliche Maßnahmen könnten sein: "Die Beleuchtung historischer Gebäude reduzieren, die Straßenbeleuchtung einschränken, mehr Bewegungsmelder in städtischen Gebäuden einsetzen, den Verbrauch von Warmwasser in städtischen Einrichtungen reduzieren, eventuell Raumluftgeräte über Zeitschaltuhren steuern oder wieder mehr Homeoffice sowie digitale Besprechungen zu nutzen." 

Keine städtische Einrichtung sei ausgeklammert. "Es gibt kein Tabu", so Franke. Das heißt, auch Schwimmbäder könnten betroffen sein. Welche Maßnahmen am Ende umgesetzt würden, werde sich zeigen. Darüber hinaus könnte im Fokus "auch eine Überprüfung der Raumtemperaturen im Rahmen des gesamtstädtischen Heizungsmanagements (Büros, Besprechungsräume, Gänge, Gemeinschaftsräume et cetera) stehen". Bestandteil werde sicher sein, in der Stadtverwaltung noch einmal intensiv für das Energiesparen zu werben. Dabei gehe es beispielsweise um Strom, Heizung, Standby oder Dienstfahrten. 

"Es gibt bereits Beratungsangebote für Haushalte, Energie zu sparen. Dieses Angebot kann noch ausgeweitet werden", teilt Franke mit. Auf der Webseite der Stadt findet sich beispielsweise das Energiesparprojekt - ein kostenloses Angebot für Empfänger*innen von Sozialleistungen sowie Geringverdiener*innen.

Oberbürgermeister appelliert an Engagement der Bürger*innen

Gegenüber inFranken.de lässt OB Marcus König (CSU) wissen: "Ich bin in engster Abstimmung mit vielen Kolleginnen und Kollegen aus dem Städtetag. Wir haben frühzeitig bei uns im KEM eine Gruppe gebildet, die verschiedene Maßnahmen zum Energiesparen erarbeiten und vorstellen wird. Wir sind zudem in enger Abstimmung mit unserem Versorgungsunternehmen N-Ergie."

Und hat einen dringenden Rat: "So, wie wir uns intensiv Gedanken über das Einsparen von Energie machen, empfehle ich auch den Bürger*innen, über Maßnahmen in ihrem Bereich nachzudenken, wo es möglich ist", so der Nürnberger Rathauschef. 

Mehr zum Thema: Bei inFranken.de erklären wir dir die Hintergründe zur Energiekrise in unserem Artikel "Die Fakten zur Gaskrise".