Eine Fortführung sei so nicht möglich gewesen – das Insolvenzverfahren läuft. So geht es mit einer fränkischen Energie-Firma weiter.
Die Leonda Energie GmbH aus Nürnberg ist insolvent. Das Unternehmen war ein Dienstleister für Solarenergie, Wärmepumpen, Ventilation und Klimaanlagen. Bereits seit dem 28. April 2026 läuft das Insolvenzverfahren, wie Insolvenzverwalter Patrick Meyerle, Rechtsanwalt aus Nürnberg, auf Nachfrage von inFranken.de mitteilt.
Grund für die Insolvenz waren Verluste im Geschäftsbetrieb. Meyerle erklärt dazu: "Der Markt in dieser Branche ist hart umkämpft. Viele Unternehmen versuchen, Marktanteile zu gewinnen oder zu halten, mit Angeboten für Wärmepumpen und Solaranlagen, die nicht kostendeckend sind. Das erhöht zwar die Umsätze, führt aber oft zu Verlusten im operativen Geschäftsbetrieb. So war das auch hier." Auch eine fränkische Fahrradfirma hat im August 2026 Insolvenz angemeldet. Dieser fränkische Standort ist betroffen.
"Die Aufträge waren nicht kostendeckend" - Leonda Energie aus Nürnberg ist insolvent
Deutschlandweit habe es daher dieses Jahr schon mehrfach Insolvenzen in der Branche gegeben. Der Geschäftsbetrieb von Leonda Energie mit Geschäftsanschrift Gutenstetter Straße 16 in Nürnberg, ist bereits vor Insolvenzeröffnung eingestellt worden, "weil eine Fortführung ohne Fremdkapital nicht möglich war". Weiter äußert der Rechtsanwalt: "Die Aufträge waren nicht kostendeckend. Kein Investor war bereit, das Unternehmen zu übernehmen." Hier haben wir außerdem über die Insolvenz eines bekannten Discounters berichtet. Mehreren Standorten in Franken droht eine Schließung. Auch eine fränkische Firma bangte Ende Juli nach 165 Jahren in Familienhand um ihre Zukunft.
Von der Insolvenz betroffen sind auch die Mitarbeiter des Betriebs. Zuletzt habe es noch 38 Beschäftigte gegeben. "Die Mitarbeitenden waren alle gut qualifiziert, sodass die meisten Mitarbeitenden erfreulicherweise unmittelbar eine neue Arbeitsstelle gefunden hatten", erklärt Insolvenzverwalter Meyerle. Bestände aus dem Unternehmen wurden mittlerweile auf Restlos.com versteigert.
Und wie es jetzt weitergeht? Das Unternehmen werde im Rahmen der Insolvenz ordentlich abgewickelt. Das bedeutet: Vermögensgegenstände werden verwertet und etwaige Ansprüche gegen Verfahrensbeteiligte werden geprüft und gegebenenfalls durchgesetzt. Auch Ansprüche der Gläubiger werden geprüft und steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Erklärungspflichten werden erfüllt, erklärt Meyerle.