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Nürnberg
Coronavirus

Als erste deutsche Großstadt überhaupt: Nürnberg bekommt Corona-Task-Force - das soll sie bringen

Der neue Nürnberger Oberbürgermeister Marcus König (CSU) will eine Corona-Task-Force einrichten. Noch in diesem Monat soll die Arbeit beginnen - und zahlreiche "Bereiche des lokalen wirtschaftlichen Lebens" unterstützen.
 
Marcus König (vorn), CSU-Spitzenkandidat für das Oberbürgermeisteramt in Nürnberg,  steht unter Quarantäne. Grund ist eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus. Foto: Daniel Karmann/dpa
Der frisch amtierende Oberbürgermeister Marcus König will in Nürnberg eine Corona-Task-Force einrichten. Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa Foto: Daniel Karmann (dpa)

Neue Task-Force: Marcus König (CSU) ist noch frisch im Amt als neuer Oberbürgermeister Nürnbergs - und steckt mitten im Coronavirus-Krisenmanagement. Für verschiedene Branchen will er einen Plan für die Zeit nach Covid-19 schmieden. Dafür hat er eine Task-Force gegründet, die noch im Mai mit ihrer Arbeit beginnen soll. Das berichtet der OB gegenüber inFranken.de.

Ziel der Task-Force wird es sein, "die lokalen wirtschaftlichen Auswirkungen auf Handel, Gastronomie, Hotellerie etc. gering zu halten", so der Oberbürgermeister. "Es geht darum, wie Wirtschaft, öffentliches Leben, Kultur und Stadtgesellschaft nach Corona wieder hochgefahren werden können - selbstverständlich unter Beachtung des Gesundheitsschutzes", erklärt Marcus König. 

Kommune "näher dran, als die ministeriellen Schreibtische" - König will Initiative zeigen

Bisher sei es im Krisenmodus so gewesen, dass die Stadt Nürnberg auf neue Vorgaben von Bund und Ländern gewartet habe. Jetzt will König selbst die Initiative ergreifen. 

Dafür sollen "innovative, pragmatische Lösungen" her, wie etwa die Befreiung der Gastronomie von den Gebühren für Tisch- und Stuhl-Aufstellungsflächen. Zusätzlich will die Stadt mit eigenen Vorschlägen für künftige Lockerungen kommen. Der Hintergedanke dazu: "Ich glaube, dass wir als Kommune an einem Fest oder einer Veranstaltung und deren Genehmigung näher dran sind, als die ministeriellen Schreibtische", sagt der CSUler. 

Die Task-Force soll vom Wirtschaftsreferat der Stadt Nürnberg geleitet werden. Außerdem mit dabei sind verschiedene Verbände, wie etwa die DEHOGA, der Handelsverband Bayern oder auch die Kongress- und Tourismuszentrale. Auch Professorin Veronika Grimm, seit April 2020 Mitglied der fünf Wirtschaftsweisen, wird Teil der Task-Force sein.

Diese Bereiche  will Marcus König ansprechen

Angesprochen werden sollen vor allem verschiedene Bereiche des lokalen wirtschaftlichen Lebens, wie Gastronomie, Hotellerie, der Handel, der Dienstleistungssektor oder das Messewesen. Auch die kulturelle Branche soll unterstützt werden, sowie die Stadtgesellschaft insgesamt. 

Dass eine Corona-Task-Force sinnvoll ist, erklärte eine Gruppe namhafter Wissenschaftler schon vor wenigen Wochen in einem Papier zum Weg aus dem "Lockdown". Unter ihnen war auch Professorin Grimm. Nürnberg wird hierfür zum Pilotprojekt: "Wir machen das jetzt als erste Großstadt in Deutschland", erklärt OB König.