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Corona-Lockerungen

Gericht kippt Corona-Sperrstunde: Das ändert sich für Restaurants und Biergärten in Bayern

Eine juristische Schlappe für die Staatsregierung: Die Corona-Sperrstunde für die Gastronomie in Bayern wurde gekippt. Doch was bedeutet das jetzt für die Restaurants und Biergärten?
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Biergärten und Restaurants in Bayern dürfen an diesem Wochenende wieder normal öffnen, erklärt das Gesundheitsministerium. Symbolfoto: RitaE/Pixabay.com

Die Corona-Sperrstunde wurde gekippt, berichtet der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am Freitag (19. Juni 2020). Die Regelung, wonach die Abgabe von Speisen und Getränken sowohl in den Innenräumen von Gaststätten als auch auf Freischankflächen nur in der Zeit von 6 bis 22 Uhr erlaubt ist, wurde als "nicht rechtskonform" erachtet. Ein Gastwirt aus Unterfranken hatte die Corona-Sperrstunde angefochten.

Die Corona-Sperrstunde bezeichnet das Gericht als „unverhältnismäßig“. Denn die Öffnung der Gastronomie-Betriebe habe bislang zu keinem nennenswerten Anstieg der Corona-Infektionszahlen geführt.

DEHOGA: Alle Gaststätten dürfen wieder wie vor Corona öffnen

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Bayern (DEHOGA) begrüßt die Entscheidung. „Konkret bedeutet dies, dass Gastronomie-Betriebe ab sofort zumindest vorläufig so lange geöffnet haben dürfen, wie vor der Corona-Pandemie“, erklärt Thomas Geppert als Landesgeschäftsführer. Die wenigen Infektionen belegten, dass die Hygienekonzepte funktionierten.

Die zeitliche Begrenzung sei mit dem Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs "ab sofort nicht mehr einzuhalten", sagte ein Sprecher des Bayerischen Gesundheitsministeriums dem Bayerischen Rundfunk. Damit dürfen Restaurants und Biergärten in Bayern an diesem Wochenende wieder normal öffnen.

Bars, Clubs und Bordelle bleiben geschlossen

Die weiter bestehende Schließung von Bars, Clubs, Diskotheken, Bordellbetrieben und sonstigen Vergnügungsstätten wird durch die aktuelle Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshof nicht berührt.

Für Bars und Kneipen möchte man in den nächsten Tagen eine Lösung finden, betonte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bereits am Dienstag (16. Juni 2020).