Die Polizei erhebt schwere Vorwürfe gegen einen 26-Jährigen. Der Mann soll betrunken einen Unfall verursacht und Fahrerflucht begangen haben. Doch das war längst nicht alles.
Ein 26-Jähriger steht im Verdacht, in Nürnberg betrunken einen Unfall verursacht und danach Fahrerflucht begangen zu haben. Hinzu kommen laut Polizei noch weitere Straftaten.
Aktuellen Erkenntnissen zufolge wollte der Mann in der Nacht zu Sonntag (18. Januar 2026) ein vor ihm fahrendes Auto in der Brehmstraße überholen. Dabei verlor er wohl aufgrund von zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Wagen, geriet ins Schleudern und krachte gegen ein auf der gegenüberliegenden Seite geparktes Auto, schildert das Polizeipräsidium Mittelfranken.
Unfall in Nürnberg: Auto nicht zugelassen, Fahrer offenbar unter Drogeneinfluss
Der Zusammenprall war so stark, dass sich ein Fahrzeugteil von dem Unfallauto löste. Dieses beschädigte ein weiteres Fahrzeug. Der Verursacher fuhr anschließend einfach davon. Die lauten Geräusche machten eine Anwohnerin auf das Geschehen aufmerksam, die daraufhin die Polizei informierte.
Die Fahndungsmaßnahmen führten schnell zum Erfolg: Die Polizei fand den "stark beschädigten" und "nicht zugelassenen" Unfallwagen im Bereich der Herschelstraße auf. Der Fahrzeugführer saß jedoch nicht mehr darin.
In und an dem Auto stellten die Beamten weitere Beweismittel sicher. Ein 26-Jähriger geriet ins Visier der Ermittlungen. In der Wohnung des Mannes erhärtete sich der Tatverdacht. Wie sich herausstellte, beging er mutmaßlich eine Vielzahl an Straftaten. Der Mann hatte scheinbar Cannabisprodukte konsumiert. Zudem war er mit rund 1,5 Promille betrunken.
Kein Führerschein: 26-Jähriger kassiert mehrere Anzeigen
Obendrein besitzt der Tatverdächtige keinen gültigen Führerschein und das Unfallauto verfügt über keine Zulassung. Daher besteht für den 26-Jährigen weder eine vorgeschriebene Haftpflichtversicherung noch werden Kfz-Steuern entrichtet.
Die Polizei nahm den Tatverdächtigen vorläufig fest. Gegen ihn wird nun wegen zahlreicher Verkehrsdelikte ermittelt. Die Höhe des entstandenen Gesamtschadens ist noch unklar.