Mittelfranken: Warnung der Polizei vor falschen Handwerkern/Mitarbeitern der Stadtwerke

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Symbolfoto: Volker Lannert/dpa

Mittelfranken (ots) -

In den letzten Tagen häufte sich im Bereich des PP Mittelfranken das Auftreten falscher Handwerker/Stadtwerksmitarbeiter, die sich unter einer Legende Zutritt zu den Wohnungen der Geschädigten verschafften. Die Polizei warnt vor dieser Masche und bittet um Vorsicht.

Die Täter tarnen sich als Mitarbeiter der Stadtwerke oder geben sich als falsche Handwerker aus. So gewähren ihnen die späteren Geschädigten Zutritt zu deren Wohnungen.

Am 12.08.2026 geschah dies in der Waldstraße in Gunzenhausen. Zwei Herren erklärten an der Tür, die Zählerstände ablesen zu müssen. Im Laufe des Gesprächs schlich sich einer der Unbekannten an der Geschädigten (94) vorbei in die Wohnung. Der zweite Täter lenkte die Frau durch Gespräche ab. Als die Dame bemerkte, dass der zweite Mann bereits in der Wohnung war, eilte sie in das Schlafzimmer und musste beobachten, wie sich der Täter gerade an Schmuckschatullen zu schaffen machte, Schmuck in bislang unbekannter Höhe einsteckte und gemeinsam mit dem zweiten Unbekannten flüchtete.

Beschreibung:

Männlich, ca. 25 bis 35 Jahre alt, osteuropäische Erscheinung, lockige schwarze Haare, schwarzes T-Shirt und eine gelbe Weste.

Ein weiterer Fall gleicher Art ereigneten sich am 11.08.26 in Ansbach. Auch hier bekam die 69-jährige Geschädigte unangekündigt Besuch von angeblichen Mitarbeitern der Stadtwerke. Sie bat die beiden männlichen Personen in ihre Wohnung und zeigte den Mitarbeitern die Heizkörper. Nachdem die beiden Unbekannten gegangen waren, kamen der Dame Zweifel an der Identität der Männer. Einen Entwendungsschaden konnte sie nicht feststellen.

Am 12.08.2026, gegen 09:30 Uhr klingelte ein Unbekannter an der Wohnungstür der 90-jährigen Geschädigten im Nürnberger Osten und gab sich als Handwerker aus, der das Wasser kontrollieren müsse. Nachdem der Mann rund 10 Minuten im Bad verbracht hatte, verließ er wortlos die Wohnung. Ohne Kenntnis der Geschädigten hatte ein zweiter Unbekannter in der Zwischenzeit ebenfalls die Wohnung betreten und einen größeren Geldbetrag entwendet.

Das Polizeipräsidium Mittelfranken warnt ausdrücklich vor dieser Masche:

- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe und zögern Sie nicht, wenn Sie verdächtige Fremde im Gebäude beobachten, die Polizei zu verständigen.

- Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder und ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu. Öffnen Sie Unbekannten nur bei vorgelegtem Sperrriegel.

- Lassen Sie nur Mitarbeitende von Handwerksbetrieben oder der Hausverwaltung in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von Ihrer Hausverwaltung vorab angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliches Personal der Stadtwerke oder Ableser von Gas-/Stromzählerständen. - Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer unbedingt selbst heraus! - Sprechen Sie mit ihren älteren Verwandten oder Bekannten über diese Masche.

Dieser Beitrag wird vom Polizeipräsidium Mittelfranken bereitgestellt. inFranken.de hat den Beitrag nicht redaktionell geprüft.

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