Am Bahnhof Treuchtlingen gab es einen großen Polizeieinsatz wegen eines verdächtigen Gegenstands - letztendlich konnte aber Entwarnung gegeben werden. Nun schilderte die Polizei ihren Einsatz.
Update vom 13.08.2026, 15.30 Uhr: Entwarnung nach Sprengstoffverdacht - Polizei schildert Einsatz
Nach dem Fund eines sprengstoffverdächtigen Gegenstands am Donnerstagvormittag (13. August 2026) in Treuchtlingen im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen hat die Polizei ein erneutes Update gegeben. Spezialkräfte der Bundespolizei hatten den Gegenstand untersucht und schließlich in den Mittagsstunden Entwarnung gegeben.
Laut einer offiziellen Mitteilung vom Nachmittag hatte ein Techniker der Bahn im Gleisbereich südlich des Treuchtlinger Bahnhofs gegen 8.30 Uhr einen verdächtigen Gegenstand gefunden. Die hinzugerufenen Einsatzkräfte der Polizei stuften diesen Gegenstand nach einer Sichtprüfung schließlich als sprengstoffverdächtig ein.
Entwarnung nach Polizeieinsatz in Treuchtlingen - Zugverkehr läuft wieder
Der Bereich rund um den Fundort des Gegenstands wurde weiträumig abgeriegelt - auch der Zugverkehr musste in diesem Streckenabschnitt vollständig eingestellt werden. Am Fundort fertigten die Beamten unter anderem Röntgenbilder des Gegenstands an. Weil der verdächtige Gegenstand für eine dieser Aufnahmen angehoben werden musste, räumten Einsatzkräfte die unmittelbar anliegenden Wohnhäuser in der Alten Burgstraße. Insgesamt mussten elf Personen ihre Wohnungen vorübergehend verlassen. Die Stadt Treuchtlingen stellte diesen Personen das nahegelegene Gemeindehaus zum Aufenthalt zur Verfügung.
Nach einer Begutachtung des zweiten Röntgenbildes konnten die Beamten der Bundespolizei mitteilen, dass sich in dem aufgefundenen Gegenstand kein Sprengstoff befindet. Die eingerichtete Absperrung konnte somit anschließend schrittweise aufgehoben werden. Beamte der Spurensicherung übernahmen die abschließenden Maßnahmen am Fundort. Um kurz nach 14.30 Uhr konnte der Bahnverkehr wieder freigegeben werden.
Die weiteren Ermittlungen liegen in der Zuständigkeit der Kriminalpolizei Ansbach. Neben zahlreichen Einsatzkräften der mittelfränkischen Polizei sowie der Bundespolizei unterstützte ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst an und im Umfeld des Einsatzortes.
Update vom 13.08.2026, 13.55 Uhr: Kein Sprengstoff - wohl bewusste Attrappe
Nach einem Sprengstoffverdacht in Treuchtlingen hat die Polizei Entwarnung gegeben. An dem Gegenstand wurde kein Sprengstoff entdeckt, wie es von der Polizei vor Ort hieß. Man gehe aber davon aus, dass der Gegenstand bewusst als Attrappe platziert worden war.
Ursprungsmeldung vom 13.08.2026, 11.25 Uhr: Sprengstoffverdacht in Treuchtlingen
Die Polizei Mittelfranken informiert am Donnerstagvormittag (13. August 2026) über einen sprengstoffähnlichen Gegenstand im Gleisbereich von Treuchtlingen (Kreis Weißenburg-Gunzenhausen). Spezialkräfte der Bundespolizei sind vor Ort, um den Gegenstand zu untersuchen. Die Polizei bittet Menschen auf der Plattform X, den Bereich um den Bahnhof zu meiden und weiträumig zu umfahren.
Ein Techniker habe das Objekt im Gleisbett an der Einfahrt zum Bahnhof der Stadt entdeckt, teilte ein Polizeisprecher mit. Ein Entschärfer-Team der Bundespolizei sei dabei, den Gegenstand zu untersuchen und zu klären, ob wirklich eine Gefährdung vorliegt.
Polizei macht Röntgenaufnahmen
Konkret habe man den Gegenstand geröntgt, hieß es vom Polizeipräsidium Mittelfranken. "Die Auswertung der angefertigten Röntgenbilder dauert noch an." Der Gegenstand soll ein zweites Mal geröntgt und dabei angehoben werden. Rettungsdienst und Feuerwehr rückten vorsorglich ebenfalls an, so Polizeisprecher Michael Konrad gegenüber News5. Der Sprengstoffverdacht habe bisher nicht entkräftet werden können. Während der Untersuchungen würden auch die Sperren bestehen bleiben, hieß es von der Landespolizei weiter. Die Einsatzkräfte räumten zudem vorsichtshalber einige umliegende Gebäude. Eine Prognose, wann Straßen- und Bahnverkehr wieder anlaufen, könne man nicht absehen.
Der Zugverkehr ist komplett zum Erliegen gekommen. Betroffen sind laut Bahn im Nahverkehr die RB 16, der RE 16 und der RE 60. Die Regionalzüge enden vorzeitig an geeigneten Bahnhöfen, ein Ersatzverkehr mit Bussen und Großraumtaxen ist eingerichtet. Die Züge des Fernverkehrs werden über Ingolstadt umgeleitet.
Treuchtlingen hat rund 13.000 Einwohner und liegt zwischen Nürnberg und Ingolstadt. Die Stadt ist ein ehemals wichtiger Bahnknotenpunkt, die Schnellfahrstrecke Nürnberg - Ingolstadt verläuft aber weiter östlich. Entsprechend sind die ICE-Verbindungen zwischen München und Nürnberg nicht betroffen.