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In den letzten Wochen mussten wegen der Corona-Krise nahezu alle Freizeitbeschäftigungen in Bayern abgesagt werden - nur ein paar Events konnten ins Internet verlagert werden. Die Ausgangsbeschränkungen werden nun Schritt für Schritt gelockert und auch die Nachfrage nach Unterhaltung ist gewaltig. Eine vielversprechende Idee wird derzeit in Nürnberg diskutiert: Ein Autokino

Durch die Regelungen im Kampf gegen das Coronavirus sind Abstand halten und mit nur möglichst wenigen Personen Kontakt haben die wichtigsten Vorkehrungen. Und genau diese Punkte sind im Autokino super umsetzbar, findet Diana Liberova, SPD-Stadträtin und Kulturpolitikerin in Nürnberg. Sie versucht, das Thema voranzutreiben und will einen möglichst frühen Start erreichen. Sie sucht bereits nach geeigneten Plätzen in Nürnberg.

Autokino in Nürnberg: Suche nach geeignetem Standort

Die Politikerin ist begeistert von der Idee und bereits mit vielen Personen in Kontakt: Das Wirtschafts- und Kulturreferat der Stadt Nürnberg, Kinos, Theater, andere Kulturtreibende bis hin zum Caterer - die Nachfragen und die Ideen für das Projekt Autokino sind immens.

"In Nürnberg muss man jedoch erst mal eine Fläche finden, die groß genug und nicht bebaut ist", erklärt Liberova in einem Gespräch mit inFranken.de. Bisher war der Volksfestplatz im Gespräch, dazu konnte die Politikerin jedoch nichts sagen, denn es seien schon mehrere mögliche Plätze gefunden worden, die zunächst geprüft werden müssen.

In Bayern gilt wegen der Corona-Krise immer noch die Regelung, dass man sein Haus nur mit triftigem Grund verlassen darf. Das ist beispielsweise der Weg zur Arbeit, Einkaufen, Spazierengehen oder um Sport zu betreiben. Theater und Kinos sind hier noch nicht inbegriffen. Denn die Gefahr, sich zu infizieren, ist bei größeren Menschenansammlungen immer noch sehr hoch.

Noch dazu spielen wirtschaftliche Fragen eine große Rolle: Wie groß ist die Nachfrage nach einem Autokino? Steht der Aufwand eine Leinwand zu bauen und die Organisation damit im Verhältnis?  "Wir arbeiten an diesen Fragen, denn es ist mir besonders wichtig die lokale Kulturszene zu stärken. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass neben Kinofilmen auch Konzerte und Theateraufführungen möglich sein könnten."

Ministerium: Kinobranche leidet stark unter Corona-Krise

Auch dem Staatsministerium für Digitales geht der Gesundheitsschutz vor, erklärt der Pressesprecher Hans Oberberger. Aktuell sind kulturelle Veranstaltungen aufgrund des bayerischen Infektionsschutzgesetzes noch verboten. "Wir wissen, dass auch die Kinobranche hart unter der Krise leidet", erklärt Oberberger. Daher bittet das Ministerium um Verständnis, sowohl bei den Betreibern, als auch dem Publikum. "Wir müssen auf die Entscheidungen der Gesundheitsbehörden vertrauen und weitere Schritte abwarten."