Bis vor kurzem wurden am Magna-Standort im Bad Windsheim noch Getriebeteile gefertigt. Damit ist bis Jahresende Schluss, denn der kanadisch-österreichische Konzern schließt den Standort in Mittelfranken. Schon jetzt ist wegen ausstehenden Urlaubsansprüchen kaum einer der Angestellten vor Ort, wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet.

Eigentlich hätte das Werk in Bad Windsheim schon zum Ende des vergangenen Jahres seine Pforten schließen sollen. Durch harte Verhandlungen konnte die IG Metall Westmittelfranken für die 340 Angestellten aber noch ein Jahr herausschlagen - auch wenn schon im März erste Mitarbeiter gehen mussten. Bis Januar wird laut dem BR noch ein Abbruchtrupp beschäftigt sein - dann ist endgültig Schluss in den Werkshallen.

Magna gibt Standort Bad Windsheim auf - Schließung bestätigt Trend

Als Grund für die Schließung steht laut der IG Metall die Umstrukturierung des Unternehmens und der Wandel des Automobilmarkts im Raum. Immerhin konnten die letzten Beschäftigten mit einer Abfindung, Zusatzzahlungen und einem ausgearbeiteten Sozialplan rechnen. Laut dem BR sind die Magna-Mitarbeiter Schlag Januar nicht arbeitslos, sondern werden von einer Transfergesellschaft weiterbeschäftigt.

Magna ist aber nicht der einzige Autozulieferer in Franken, der derzeit massiv Stellen in der Region abbaut. Unter anderem Schaeffler aus Herzogenaurach hat die Streichung von 1300 Stellen in nächster Zukunft angekündigt - und damit eine Welle von Protesten ausgelöst. Außerdem meldete unlängst Borgers aus Günzburg Insolvenz an, womit gut 750 Arbeitsplätze wegfallen. Es geht aber auch in die andere Richtung: Brose aus Coburg hat angekündigt, den Standort Bamberg sogar stärken zu wollen.