"Krankhaft eifersüchtig": Mann wegen Mordes an zweifacher Mutter (45) angeklagt

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Kontrolle, Drohungen, tödliche Eifersucht: Der Partner einer zweifachen Mutter ist enorm eifersüchtig - jetzt steht er wegen Mordes an der zweifachen Mutter vor Gericht.

Update vom 11. Januar 2026: Partnerin aus Eifersucht getötet? Angeklagter schweigt

Rund neun Monate nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Würzburg hat ihr wegen Mordes angeklagter früherer Partner zu Prozessauftakt geschwiegen. Die Tochter der getöteten 45-Jährigen sagte vor dem Landgericht Würzburg, ihre Mutter habe noch eine Woche vor der Tat gewollt, dass der Mann aus ihrer Wohnung ausziehe. Der Angeklagte ist nicht der Vater der 25-jährigen Frau. 

Das Opfer hatte mit dem Angeklagten allerdings eine zwölfjährige Tochter. Das Kind hatte in seiner richterlichen Vernehmung berichtet, der Vater habe die Mutter immer wieder zur Kontrolle angerufen, sei eifersüchtig gewesen. Der Bruder der Getöteten sagte vor Gericht, der Angeklagte habe seine Lebensgefährtin im Streit angeschrien und gesagt: "Sei ruhig Frau. Du hast gar nix zu sagen. Ich habe das Sagen."

Nach Darstellung der Ermittler fügte der Aserbaidschaner der Frau am 8. April 2025 dutzende Stichverletzungen mit drei Messern zu und strangulierte sein Opfer. Vor der Tat soll sich das Paar, das sich 2012 kennengelernt haben soll, öfter gestritten haben und auch zeitweise getrennt gewesen sein. 

Partner mit Morddrohungen gegen die zweifache Mutter - Motiv Eifersucht?

"Der Angeklagte war krankhaft eifersüchtig", sagte Oberstaatsanwalt Thorsten Seebach bei der Anklageverlesung. "Er ging davon aus, dass die Geschädigte Kontakte zu anderen Männern unterhielt." So soll der 45-Jährige das Opfer mehrfach unaufgefordert auf der Arbeit aufgesucht haben - auch in der Nachtschicht, um seine Partnerin zu kontrollieren. 

"Wenn die Geschädigte in die Stadt ging, rief der Angeklagte regelmäßig und mehrfach bei der Geschädigten an", sagte Seebach. Das Freizeitverhalten der Frau sei von dem 45-Jährigen kontrolliert worden. Bei einem Streit im Januar 2025 soll der Mann gedroht haben, seine Lebensgefährtin im Schlaf zu töten, wenn sie einen anderen Mann habe. 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 45-Jährige die zweifache Mutter aus Eifersucht getötet hat, weil er befürchtet haben soll, die Frau könnte ihn erneut verlassen. Der Mann hatte nach der Attacke selbst den Notruf gewählt und sich am Tatort festnehmen lassen. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage bis zum 26. Januar angesetzt.

Update vom 18.09.2025: Mann soll Partnerin getötet haben - Mordanklage

Rund fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Würzburg hat die Staatsanwaltschaft ihren Partner wegen Mordes angeklagt. Das teilte ein Behördensprecher mit. Die Ermittler gehen nach früheren Angaben davon aus, dass der damals 45-Jährige aus Eifersucht gehandelt hat. Er soll der Frau im April mehrere Stichverletzungen zugefügt haben.

Der Mann hatte nach der Attacke selbst den Notruf gewählt und sich am Tatort festnehmen lassen. Der Angeklagte kommt aus Aserbaidschan. Im Haus fanden die Beamten seine 45 Jahre alte Lebensgefährtin, die im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen starb.

Update vom 09.04.2025: Frau in Würzburg getötet - Verdächtiger in Untersuchungshaft

Einen Tag nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Würzburg sitzt ihr Lebenspartner wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch (9. April 2025) mit. Zudem ist eine Obduktion der 45-Jährigen geplant, wie ein Polizeisprecher sagte. Wann die Tote untersucht werden soll, war zunächst allerdings unklar.

Die Frau wurde am Dienstagnachmittag mit mehreren Stichverletzungen in einem Haus in der Bukarester Straße gefunden worden. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie an ihren schweren Verletzungen starb.

Ersten Erkenntnissen zufolge hatte ihr gleichaltriger Partner den Notruf gewählt. Er wurde vor Ort festgenommen und ein Messer als mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt. Zum möglichen Motiv des tatverdächtigen Aserbaidschaners gibt es bisher keine Erkenntnisse. 

Ursprungsmeldung vom 08.04.2025: 45-Jährige stirbt im Krankenhaus - Partner festgenommen

Am Dienstagnachmittag (8. April 2025) ereignete sich ein Tötungsdelikt in einem Wohnhaus in Würzburg, bei dem eine 45-jährige Frau ihr Leben verlor. Der unter Tatverdacht stehende Lebenspartner wurde noch am Tatort vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizei Würzburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen verständigte der Tatverdächtige selbst gegen 13.15 Uhr den Notruf. Mehrere Streifen der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt sowie Unterstützungskräfte begaben sich sofort zur Einsatzstelle in der Bukarester Straße. Vor Ort trafen die Beamten auf den 45-jährigen Anrufer, der sich widerstandslos festnehmen ließ.

Im Haus wurde seine leblose Partnerin gefunden. Nach bisherigen Informationen hatte die Dame schwere Verletzungen erlitten. Polizeikräfte und Rettungsdienst leiteten notfallmedizinische Maßnahmen ein und brachten die schwer verletzte Frau in ein Krankenhaus, wo sie ihren Verletzungen erlag.

Schwer verletzte Frau stirbt im Krankenhaus - Ermittlungen sollen Hintergründe klären

Die weiteren Ermittlungen hat noch vor Ort die Kripo Würzburg übernommen. Die Ermittler versuchen nun, den genauen Ablauf und die Hintergründe der Gewalttat zu klären. Der aserbaidschanische Tatverdächtige wurde zu einer Dienststelle gebracht und soll nach aktuellem Stand am kommenden Mittwoch einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Entgegen kursierender Gerüchte aufgrund des Polizeiaufgebotes vor Ort bestand zu keiner Zeit Gefahr für außenstehende Personen. ami/mit dpa

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