Hinter den alten Mauern vieler fränkischer Bauwerke verbergen sich besondere Geschichten. Einige Bauten zählen seit 2025 zu Bayerns geschützten Kulturgütern.
Franken hat viele schöne Orte mit historischen Altstädten und malerischen Landschaften zu bieten. Gerade die Altstädte mit ihren Fachwerkzeilen, alten Stadtmauern oder Kirchen prägen das Ortsbild. Ein Reiseportal hat gleich zwei fränkische Altstädte zu Deutschlands schönsten gewählt. Umso wichtiger ist der Erhalt dieser Gebäude mit langer Historie.
Jahr für Jahr wächst die Liste der denkmalgeschützten Bauwerke in Bayern um wertvolle Kulturgüter. Auch im Jahr 2025 wurden wieder einige wertvolle Bau- und Kunstdenkmäler in die bayerische Denkmalliste aufgenommen, einige davon befinden sich in Franken. Für ein besonderes Bauprojekt wurde das Café "Frau Kunni" in Gräfenberg (Landkreis Forchheim) im vergangenen Jahr derweil mit dem Staatspreis ausgezeichnet.
Historische Wahrzeichen: Frankens Neuzugänge in der Denkmalliste 2025
"Unsere Denkmäler prägen uns – als Menschen und als Gesellschaft. Gerade in einer Zeit, in der sich vieles rasant verändert, brauchen wir Orte, die uns Halt geben. Als Denkmalschützer ist es unsere Aufgabe, herausragende Bauten zu erkennen, sie zu schützen und künftigen Generationen mit all ihrer Geschichte weiterzugeben", betont Prof. Mathias Pfeil, Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege.
Ob Wirtshaus, Berghütte oder Ladenzeile. In der bayerischen Denkmalliste sind alle bekannten Bau- und Bodendenkmäler aus dem Freistaat verzeichnet. Die Denkmaleigenschaft eines Objekts wird in Art. 1 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG) definiert. Laut dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege werden aktuell mehr als 109.000 Bau- und Kunstdenkmäler in der Liste aufgeführt. Auch einige fränkische Objekte stehen seit 2025 unter Denkmalschutz.
In einer Anfang Januar 2026 veröffentlichten Pressemitteilung stellt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege die neuen denkmalgeschützten Bauwerke vor. Darunter auch die ehemaligen Ladenlokale im Bamberger Ortsteil Gaustadt. Sie dokumentieren "die Entwicklung des 1972 nach Bamberg eingemeindeten Ortes vom kleinbäuerlichen Klosterdorf zum oberfränkischen Industriestandort", heißt es in der Mitteilung. Die Ladenzeile aus Beton, die sich entlang der Gaustadter Hauptstraße erstreckt, ist bis heute äußerlich unverändert erhalten.
Bayerisches Landesamt stellt neue Denkmäler in Unter- und Mittelfranken vor
Im unterfränkischen Aschaffenburg steht ein Mietwohnhaus seit 2025 unter Denkmalschutz. In der vorwiegend von Nachkriegsbauten geprägten Sand- und Ohmbachsgasse hat das Haus den Zweiten Weltkrieg als eines der wenigen Gebäude nahezu unversehrt überstanden. 1911/12 wurde es nach den Plänen des renommierten Aschaffenburger Architekten Hermann Reichard für das jüdische Eisenwarenhaus "Simon-Jacob-Nachfolger", bekannt als "Eisen-Jacob", erbaut.
Auch in Mittelfranken befinden sich viele denkmalgeschützte Bauwerke. Darunter das Architektenwohnhaus in Zirndorf im Landkreis Fürth, das im Stil des Brutalismus im Jahr 1965 für den Architekten Bernhard Heid nach dessen eigenen Plänen erbaut wurde. Das Haus steht mit seiner unverputzten Fassade aus Stahlbeton und dem Flachdach charakteristisch für diese Stilepoche.