WhatsApp-Sprachnachricht als Text: Wieso ist die Funktion für mich nicht verfügbar?

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Sprachnachrichten kannst du auf WhatsApp in Text umwandeln lassen. Aber wieso können nur manche Nutzer auf die Funktion zugreifen?

WhatsApp-Sprachnachrichten spalten die Gemüter. Denn während die einen es mögen, im Auto neben dem Fahren oder beim Einkaufen nebenher Sprachnachrichten anzuhören, empfinden es andere eher als störend. Sie hätten viel lieber einen geschriebenen Text, aus dem der Inhalt leicht herauszulesen ist. WhatsApp hat für dieses Problem bereits eine Lösung entwickelt: Sprachnachrichten lassen sich ganz einfach in Text umwandeln - aber das klappt leider bislang nicht für alle Nutzer.

Die Funktion "Transkripte von Sprachnachrichten" wurde bereits 2023 für iPhone-Nutzer ausgerollt. Ein Jahr später folgte die Android-Version, allerdings nur für "einige ausgewählte Sprachen", wie WhatsApp in einem Blog-Post erklärte. Deutsche Android-Nutzer warten bislang vergeblich auf die Transkript-Funktion.

Sprachnachricht auf WhatsApp transkribieren: Wie kann ich die Funktion nutzen?

In den folgenden Sprachen kannst du Sprachnachrichten auf WhatsApp transkribieren lassen:

  • iPhone (ab iOS 17): Englisch, Arabisch, Chinesisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Französisch, Deutsch, Hebräisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Malaiisch, Norwegisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Schwedisch, Thai und Türkisch
  • Android: Englisch, Portugiesisch, Spanisch und Russisch

Wieso die Sprachoptionen für Android bisher nicht erweitert wurden, ist nicht klar. Es hängt aber vermutlich mit der Anbindung der Sprachassistentin Siri auf iPhones zusammen. Ist Siri eingeschaltet, wird das Transkript darüber erstellt. WhatsApp muss also kein eigenes Sprachpaket bereitstellen, stattdessen kann auf alle Sprachoptionen von Siri zugegriffen werden. Für Android gibt es bislang keine vergleichbare Schnittstelle mit einem KI-Assistenten.

Android-Nutzer enttäuscht: WhatsApp-Funktion nicht in Deutsch verfügbar

In der Ankündigung des Features für alle Nutzer hatte WhatsApp noch versichert, in den "kommenden Monaten" weitere Sprachen hinzuzufügen - das war 2024. Im Netz zeigen sich daher einige Android-Nutzer gefrustet. "Eigentlich ziemlich traurig, dass sie es bis jetzt immer noch nicht geschafft haben, auch nur eine einzige neue Sprache hinzuzufügen", schreibt ein Nutzer Anfang des Jahres auf Reddit.

Wer ein Android-Handy besitzt, muss weiterhin auf Drittanbieter zurückgreifen, wenn man Sprachnachrichten nicht anhören möchte. Apps und Webdienste für die Transkription von Sprachnachrichten gibt es viele. Den Vorteil der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hat man darüber aber nicht.

Für iPhone-Besitzer und Android-Nutzer, die WhatsApp in einer der verfügbaren Sprachen nutzen, kann die Transkript-Funktion folgendermaßen aktiviert werden:

  • Öffne WhatsApp und navigiere zu den Einstellungen.
    • für iPhone: Tippe auf dein Profilbild.
    • für Android: Tippe auf die drei Punkte und wähle "Einstellungen".
  • Wähle den Menüpunkt "Chats" aus.
  • Tippe auf die Option "Transkripte für Sprachnachrichten".
  • Wähle eine der verfügbaren Sprachen aus und tippe dann auf "Jetzt einrichten"

WhatsApp-Sprachnachricht als Text ausgeben lassen: So funktioniert es

Wenn du die Transkription von Sprachnachrichten aktivierst, muss zunächst ein Datenpaket heruntergeladen werden. Dies ist laut WhatsApp 136 MB groß, nimmt also nur wenig Speicherplatz in Anspruch. Die heruntergeladenen Daten sind nötig, damit die Transkription direkt auf deinem Handy ausgeführt werden kann.

Das bedeutet: Die Sprachnachricht und ihr Transkript bleiben Ende-zu-Ende-verschlüsselt, der Inhalt muss nicht an externe Server geschickt werden. "Niemand außerhalb des Chats, auch nicht WhatsApp, kann deine Sprachnachrichten anhören, den Inhalt der Transkripte deiner Sprachnachrichten ansehen oder diese teilen", heißt es von WhatsApp.

Ist die Option erst aktiviert, musst du in Chats die Sprachnachricht nur noch gedrückt halten und auf "Transkribieren" drücken. Dann zeigt dir WhatsApp die Aufnahme in Textform an. 

Vorschaubild: © KI-generiertes Symbolbild/AdobeStock