Die neue Kissinger Hütte feiert Richtfest. Doch der ursprünglich für Juli angesetzte Eröffnungstermin musste verschoben werden.
In der Nacht zum 18. März 2025 wurde die Kissinger Hütte, ein beliebtes Ausflugsziel in der Gemeinde Sandberg im Landkreis Rhön-Grabfeld, durch einen Brand weitgehend zerstört. Der Altbau - das über 111 Jahre alte Hauptgebäude - konnte nicht mehr gerettet werden und ein Schaden in Millionenhöhe entstand.
Die Betroffenheit in der Region war groß; die Kissinger Hütte gilt als Wahrzeichen und Treffpunkt für Wanderer und Ausflügler in der Rhön. Der Rhönklub Bad Kissingen arbeitet nun am Wiederaufbau und der Neugestaltung der Hütte. Ursprünglich war die Wiedereröffnung am 1. Juli 2026 geplant. Wegen Verzögerungen bei den Bauarbeiten ist das neue Datum aktuell der 23. Oktober.
Kissinger Hütte wird neugestaltet - "alles aus einem Guss"
"Wir sind zuversichtlich", sagte der Vereinsvorsitzende Manfred Egert am 10. Juni gegenüber inFranken.de. Diese Woche sei Richtfest. Demnach wurden mit der Zeit Zisterne, Keller, Erd- und Obergeschoss fertiggestellt. Der Rhönklub muss einen Teil der Kosten selbst finanzieren und sammelt Spenden über das Konto mit der IBAN DE77 7906 5028 0000 0860 10.
Von verschiedensten Stellen sind in den vergangenen Monaten Summen eingegangen. Laut Egert lag die Lücke im Mai noch bei 400.000 Euro. Ein Benefiz-Festival vom 4. bis 6. Juni 2026 hat diese sicherlich gut gefüllt. In welchem Ausmaß, werde der Verein erst in einigen Tagen ermitteln, so Egert. Tausende feierten unter anderem die Kultband Rhöner Bluat. Ein Bericht vom Event findet sich im Plus-Angebot.
Während der Hüttencharakter bewahrt werden soll, biete der Neubau der Kissinger Hütte so manchen Vorteil, erklärt der zuständige Architekt Michael Rüth in der Frankenschau. "Wir können alles aus einem Guss planen." Die Abläufe für die Betreiber würden sich deutlich verbessern, kündigt er an. Weitere Nachrichten aus Rhön-Grabfeld findest du in unserem Lokalressort.