Ohne passende Ausrüstung, ohne Planung, aber dafür mit Kleinkindern: So machten sich drei Familien in Österreich zu einer Wanderung auf. Auf über 2300 Metern kam es, wie es kommen musste.
Bei einer spontanen Wanderung auf über 2300 Metern über dem Meeresspiegel sind in Österreich drei Familien mit Kleinkindern und Kinderwägen in Bergnot geraten. Wie die Tiroler Polizei am Montag (10. August 2026) mitteilte, mussten Rettungskräfte am Vortag insgesamt 36 Personen aus hochalpinem Gelände bergen.
Die befreundeten Familien seien kurzfristig von der Bergstation der Wildspitzbahn bei Sölden zu einer Wanderung aufgebrochen. Die Ausrüstung der Gruppe mit Erwachsenen, Jugendlichen und mehreren Kleinkindern sei "gleich null" gewesen, sagte ein Polizeisprecher der dpa. Die Personen stammten demnach aus Belgien, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Österreich.
Familien mit Kleinkindern geraten in Österreich in Bergnot - Wanderer erhalten saftige Rechnung
Während der Wanderung gerieten die Familien mehrfach in unwegsames und risikoreiches Gelände und kamen teilweise vom markierten Weg ab. Schließlich setzten zwei Mitglieder der Gruppe einen Notruf ab.
Zwei Rettungshubschrauber stiegen auf, um die Wanderer aus ihrer Notlage zu befreien. Mit den Helikoptern wurden 14 Personen gerettet, vier davon mittels Seil. Weitere 22 Personen wurden von Bergrettern zu Fuß ins Tal gebracht.
Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Die offenbar nicht bergerfahrenen Wanderer würden eine Rechnung zur Bezahlung des Einsatzes erhalten, sagte der Polizeisprecher.
Vorschaubild: © picture alliance / dpa