Bei einer Geschwindigkeitsmessung in Rappoldshofen schockierte ein Motorradfahrer die Beamten am Freitagnachmittag. Er fuhr mehr als doppelt so schnell wie erlaubt war.
Die Verkehrspolizei Ansbach hat am Freitagnachmittag (12. Juni 2026) eine Geschwindigkeitsmessung auf der B470 auf Höhe Rappoldshofen (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) in Fahrtrichtung Neustadt an der Aisch durch. Die Geschwindigkeit ist dort auf Höhe einer Kreuzung auf 70 Kilometer pro Stunde beschränkt.
Bei einem Durchlauf von rund 900 Fahrzeugen wurden laut Verkehrspolizei nur 14 Verstöße festgestellt. Fünf Fahrzeuge davon haben die Geschwindigkeit um mehr als 15 Kilometer pro Stunde überschritten, sodass die Fahrer mit Bußgeldanzeigen rechnen müssen. Jedoch staunten die Beamten nicht schlecht, als ein Motorradfahrer das Tempolimit um das fast Zweieinhalbfache überschritt. Das Messgerät löste hier bei 170 Kilometern pro Stunde aus. Nun erwarten den Motorradfahrer 700 Euro Bußgeld zuzüglich der Verfahrenskosten und zwei Punkte im Fahreignungsregister sowie drei Monate Fahrverbot.
Motorradfahrer rast über Kreuzung - Polizei warnt vor Gefahren
Die Verkehrspolizei betont, dass sich die Messstelle unmittelbar in einem Kreuzungsbereich befand. Ein Fahrzeug, das dort mit den vorgeschriebenen 70 Kilometern pro Stunde fährt, kommt bei einer Gefahrensituation unter optimalen Bedingungen nach gut 40 Metern zum Stehen. Das Motorrad, das dort mit 170 Kilometern pro Stunde gemessen wurde, hätte an dieser Stelle unter den gleichen optimalen Bedingungen noch nicht einmal zu bremsen begonnen. Das bedeutet, dort, wo das Fahrzeug eigentlich bereits stehen sollte, fährt es bei einer angenommenen Reaktionszeit von einer Sekunde noch mit 170 Kilometern pro Stunde. Würde ein anderes Fahrzeug die Kreuzung zur selben Zeit überqueren, hätte dies verheerende Folgen.