Der Magna-Konzern hatte mit Beschäftigten und Gewerkschaft eigentlich eine Standort-Garantie für das fränkische Werk bis Ende 2028 ausgehandelt. Jetzt soll mehr als ein Jahr früher Schluss sein.
Das Werk des Automobilzulieferers Magna im unterfränkischen Dorfprozelten soll Mitte des Jahres 2027 geschlossen werden. Betroffen seien 216 Mitarbeiter, wie das Unternehmen Magna International (Germany) GmbH in Sailauf (Landkreis Aschaffenburg) mitteilte. Die Gewerkschaft IG Metall sprach von einem erheblichen Schaden für das Vertrauen in die Verlässlichkeit der getroffenen Vereinbarungen.
Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit einer anhaltend negativen Geschäfts- und Marktentwicklung. "Trotz finanzieller Investitionen und umgesetzter Kostensenkungsmaßnahmen in den letzten Jahren konnte die Zukunftsfähigkeit nicht aufrechterhalten werden", teilte ein Sprecher mit. In dem Werk werden Außen- und Rückspiegel hergestellt.
"Unternehmertum sieht anders aus" - IG-Metall kritisiert Magna scharf
2023 war der Standort im Landkreis Miltenberg bereits von Schließung bedroht, konnte aber gerettet werden. Unternehmen und IG Metall einigten sich damals auf ein Eckpunktepapier, wonach die Fortführung des Magna-Werkes in Dorfprozelten mit mindestens 250 Beschäftigten bis Ende 2028 sichergestellt werden sollte. Damals gab es dort noch etwa 450 Beschäftigte.
Die IG Metall kritisierte die am Montag verkündete Managemententscheidung bei Magna Dorfprozelten scharf. Entgegen den Zusagen von vor drei Jahren seien keine neuen Produkte am Standort platziert und auch nicht von anderen Standorten nach Dorfprozelten verlagert worden.
"Wir haben mehrfach auf veränderte Marktbedingungen reagiert, Konzepte angepasst und konstruktive Vorschläge eingebracht. Umso enttäuschter und entsetzter sind wir über diese Entscheidung", sagte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Aschaffenburg, Percy Scheidler. "Magna hat vereinbarte Arbeit, Aufträge und Anlagen nicht geliefert und hat jetzt entschieden, dass der Standort nicht mehr tragfähig ist. Unternehmertum sieht anders aus!"
Bayern hatte Fördermittel bereitgestellt
Das Management hat der Gewerkschaft zufolge entschieden, die für den Standort zentrale Zukunftstechnologie "LC-Spiegelglas" nicht weiterzuentwickeln und nicht zur Serienreife zu führen. "Für die Entwicklung und Vermarktung der LC-Technologie wurden erhebliche Fördermittel des Freistaats Bayern eingesetzt, der ernste Wille, das Produkt an den Markt zu bringen, hat sich nicht gezeigt", sagte Gewerkschaftssekretär und Betriebsbetreuer Christoph Curs.
die Gewerkschaften hätten sich vielleicht doch mal überlegen müssen ob es so gut ist mit der Antifa (und den linken Prügeltrups) für eine Poltikrichtung auf die Strasse zu gehen, die die Wirtschaft in den letzten 10 jahren nur geschwächt haben
Irgendwann kommt halt der Bummerang zurück.