Alles andere als ein lockeres Einrollen war gestern der Auftakt der 66. Österreich-Rundfahrt. Auf der ersten der acht Etappen ging es in Tulln auf den 182 Kilometern bis zum Ziel auf dem Sonntagberg gleich flott los. Und das Team Vorarlberg um den Altenkunstadter Grischa Janorschke war stets in der Spitzegruppe vertreten.
Janorschke und Nicoolas Baldo waren zu Beginn bei den Ausreißern vertreten. Andreas Hofer war dann der Mann des Teams, der die Spitzengruppe dann letztlich als "Vorarlberger" besetzen sollte.

Hofer 140 km lang in der Spitzengruppe

Der 23-jährige Zeitfahrspezialist machte sich in seiner Heimat 140 Kilometer in der Spitzengruppe gemeinsam mit Haas (Garmin Sharp), Belkov (Katusha), Vanendert (Lotto Bellisol) und Weiss (Tirol) aus dem Staub. Bis knapp sieben Minuten verkündete Radio Tour den Vorsprung der fünf Mann starken Gruppe.
Dann wurde es aber Ivan Basso und den anderen World-Tour-Teams von Trek und Saxo Bank zu kritisch. Sie erhöhten vehement das Tempo. In der Zwischenzeit holte Andreas Hofer an den Bergwertungen Punkte und sollte am Tagesende dann auf Platz 4 der Bergwertung rangieren. Vor dem Schlussanstieg auf den mit Steigungen von bis zu 22 Prozent gespickten Sonntagberg wurde die Spitzengruppe dann gestellt.

Britischer Meister setzt sich leicht ab

Der britische Meister Kennaugh vom Team Sky, , der nicht für das Tour-de-France-Aufgebot seines Rennstalls nominiert wurde, konnte die erste Etappe mit elf Sekunden vor dem Schweizer Oliver Zaugg (Saxo Bank) für sich entscheiden. Dritter wurde der Spanier Moreno vom Team Movistar. Noch vor Riccardo Zoidl fuhr Nicolas Baldo mit einem Rückstand von 1:46 Min. als 26. knapp vor seinem Teamkollegen Reinier Honig (34.) ins Ziel. Janorschke, kein guter Kletterer, hatte am Ende einen Rückstand von 13:25 Min. (Rang 138).

Patrick Jäger muss aufgeben

Der "Vorarlberger" Patrick Jäger musste dagegen die Segel streichen. Für den 19-Jährigen war die schnelle Etappe nach seinem Virusinfekt im Vorfeld der Tour zu hart für den Renneinstieg.
Heute folgt die zweite Etappe von Waidhofen/Ybbs nach Bad Ischl über 180 Kilometer. Eine klassische Topographie mit Chancen auch für das Team Vorarlberg. red