Die Bayernliga-Reserve wollte den lästigen Verfolger TV Michelau abschütteln, der bis dato ebenfalls noch kein Spiel verloren hatte. Am Ende hieß es 20:28 (9:14).

Ob seine Mannschaft tatsächlich ihr Heimspiel hätte gewinnen können, wie der Michelauer Trainer Hans Borchert nach dem Spiel meinte, darf bezweifelt werden. Ob es Pech oder Unvermögen war, sei dahingestellt. Über ein Dutzend Mal trafen die Michelauer nur Latte oder Pfosten. Der Unterschied mit acht Toren fiel zu hoch aus, nachdem die Korbmacher in Hälfte 2 lange ebenbürtig waren.

Coburger namhaft verstärkt

Nur zu neunt waren die Gäste angetreten, die verstärkt mit Stefan Apfel in Timuncin Balkan, Nils Wendel, Tim Böhme und Marius Baucke ihre herausragenden Spieler hatte. In der betont fairen Partie mit nur einer einzigen Zeitstrafe gegen Pascal Böhmer (TVM) verletzte sich der Michelauer Daniel Pfaff gleich zu Beginn an der Schulter. Er wird wohl länger ausfallen.

Nach dem furosen Start der Gäste (3:10, 15. Minute) verkürzten die Michelauer, angefeuert von ihren Fans, bis zur Pause auf 9:14.

HSC zieht nach der Pause davon

Der zweite Durchgang begann aber wie der erste. Mit drei Treffern in Folge zog der HSC auf 17:9 weg, ehe Michelau wieder in die Gänge kam. Nicht zuletzt durch Wurfpech kam der TVM jedoch nie mehr als bis auf fünf Treffer heran (17:22, 49.).

Kevin Nichols rackerte sich in der Abwehr in vorgezogener Position ab, um die Laufwege des Gegners zu stören. Vielleicht auch deshalb büßte er viel von seiner Torgefährlichkeit ein. Die erfolgreichsten Werfer der Hausherren waren Peter Pwalik und Pascal Böhmer. Letztlich geriet der Sieg des Tabellenführers nie in Gefahr, da sie zwischen der 54. und 58. Minute nochmals aufdrehten und mit vier Toren in Folge ihre Dominanz unterstrichen. kag

Die Torschützen

Tore für den TVM: P. Pawlik (6/1), P. Böhmer (4), S. Thyroff (3), K. Nichols (2), S. Bernecker (2), R. Eisele, S. Kießling, N. Krügl (je 1) / Tore für den HSC III: T. Balkan (7), N. Wendel (6), T. Böhme (5), M. Baucke (5/2), S. Apfel (3), D. Wagner (2) / SR: Günter Zeller