Drei Jahre Medizin studieren, wo andere Urlaub machen, dann zurück in die fränkische Heimat kommen und hier Arzt werden. Dieses Angebot hatte von Anfang an Zugkraft bei jungen Leuten. Vor allem, weil sie eine Chance auf einen Studienplatz bekamen, auch wenn sie nicht die besten Abiturnoten vorweisen konnten. Als die Regiomed-Medical School 2016 in Zusammenarbeit mit der Universität Split (Kroatien) gestartet wurde, hatten sich gut dreimal so viele Bewerber gemeldet als genommen werden konnten. 25 wurden ausgewählt, in den Folgejahren je 30.

2019 sind die Teilnehmer des ersten Studienjahrgangs soweit, dass sie zur Fortsetzung ihrer Ausbildung beim Klinikträger Regiomed vom Ausland ins Inland wechseln werden. Ihnen möchte man in Lichtenfels in Kliniknähe Unterkünfte anbieten, ferner sind Strukturen für den Lehrbetrieb zu schaffen. In der Überlegung war, den leerstehenden Krankenhausaltbau hierfür umzubauen. Doch dies wäre wohl schon zeitlich nicht machbar.

Klinik-Altbau wird untersucht

Das Gebäude werde aktuell von einem Gutachter untersucht, um verlässliche Zahlen für künftige Nutzungsmöglichkeiten zu bekommen, sagt Andreas Grosch, Sprecher des Landratsamtes. Jedoch werden die Gebäude oberhalb des Klinikums für die Studenten in den Fokus gerückt. Geplant ist der Umbau des Gebäudes Prof.-Arneth-Straße 5, in dem sich die Berufsfachschule für Krankenpflege und das Staatliche Schulamt befinden. Räume für Vorlesungen und Verwaltung der Medical School sowie Bibliothek könnten dort eingerichtet werden. Das Schulamt soll in ein anderes Landkreisanwesen einziehen; in welches, sei noch nicht entschieden, so Grosch. Das (rote) Haus, Prof.-Arneth-Straße 4, beinhaltet 20 kleine Apartments. Wie Landrat Christian Meißner (CSU) den Kreisausschuss am Montag wissen ließ, sollen diese "aufgemöbelt" werden. Investieren wird bei diesen Baumaßnahmen nicht der Landkreis als Eigentümer, sondern Regiomed als Pächter.