Ähnlich wie bei alternativen Energien kommt Kommunen und Bürgern vor Ort ein großer Gestaltungsspielraum zu. Und eine Gestaltungsverantwortung. Bei regenerativer Energie geht es darum, die Wertschöpfungskette in der Region enden zu lassen. Also, dass der Ertrag von Windrädern, Solaranlagen und Biogas vor Ort bleibt.
Beim schnellen Internet ist das anders: Hier sind Engagement, Kooperation und Zusammenschlüsse vor Ort oft der einzige Weg, schnelle Datenleitungen auch in abgelegene Gebiete zu bekommen.

Mal zum Vergleich: Der Bau der ICE-Trasse Nürnberg-Erfurt wird um die fünf Milliarden Euro kosten. Der Freistaat stellt im Zeitraum von drei Jahren 500 Millionen Euro an Zuschüssen für schnelles Leitungen zur Verfügung. Besser gesagt: stellt nach einem langwierigen Abstimmungsprozess von über einem halben Jahr mit der EU zur Verfügung.


Das ist 50 Mal so viel wie beim ersten Landesprogramm, das an vielen Orten im Freistaat erstmal überhaupt so etwas wie eine Internetverbindung brachte. Aber auch das zweite Programm wird allein nicht reichen, um den Bedarf in ländlichen Regionen zu decken.
Also werden die Betroffenen nicht umhinkommen, sich zu vernetzen - um schnellen Anschluss ans Netz zu bekommen.