Das neue Feuerwehrauto ist bestellt und soll im Juli kommen. Dann hat der alte Ford Transit ausgedient. Für Außenstehende wird das die sichtbarste Veränderung sein bei der kleinen Feuerwehr im Gemeindegebiet von Ebensfeld.

Doch es hat sich bereits noch mehr getan, weniger sichtbar, hinter den Kulissen. Die Feuerwehren Eggenbach, Draisdorf und Freiberg haben sich zu einer neuen Wehr zusammengeschlossen. Damit lösen sie mehrere Probleme. "In Draisdorf gab es bereits seit zwei Jahren keinen Kommandanten mehr", sagt der Ebensfelder Bürgermeister Bernhard Storath (CSU). Als in Freiberg nun ebenfalls turnusgemäß Kommandantenwahlen ins Haus standen und sich abzeichnete, das auch hier dieser Posten nicht zu besetzen sein wird, suchte man nach einer Lösung.

Zusammen 46 Aktive

Nun haben sich in einer Versammlung die drei Wehren zunächst aufgelöst, dann bildeten die 46 aktiven Feuerwehrleute eine neue Wehr - und das mit großer Mehrheit. 45 waren für die neue Wehr, nur einer konnte sich nicht damit anfreunden. Auch bei der Namensfindung herrschte große Einigkeit von rund 80 Prozent: "Die neue Wehr soll Eggenbach und Umgebung heißen", sagt Storath.

Für die drei Wehren hat das auch an anderer Stelle einen Vorteil. Schon bisher bildete man eine so genannte "Alarmierungseinheit". Wenn in einem der drei Orte tagsüber die Feuerwehr ausrücken musste, wurden gleich alle drei alarmiert. So konnte man die Sollstärke sicherstellen. Weil es in den Ortschaften immer weniger Bauern gibt oder andere Einwohner, die vor Ort arbeiten, stehen viele kleine Wehren vor dem Problem, wie sie die Sollstärke sicherstellen können. Das galt bisher nicht für die Nacht. Durch den Zusammenschluss gilt diese Regelung jetzt auch für diese Zeit.

18 Wehren gab es bisher im Gemeindegebiet, nun sind es 16. Die Besetzung der neuen Führungsspitze verteilt sich übrigens ideal: Erster Kommandant ist der Freiberger (und bisherige Eggenbacher) Kommandant Michael Böhmer, Thomas Ulbert aus Eggenbach zweiter Kommandant und Steffen Brückner aus Draisdorf dritter Kommandant. Die Feuerwehrvereine vor Ort bleiben übrigens erhalten, sagt Storath. Draisdorf und Freiberg behalten auch ihre Pumpen. "Und falls sich vor Ort wieder Leute finden, die Verantwortung übernehmen wollen, könnte man das auch wieder rückabwickeln."