Horsdorf ist Diaspora. Jedenfalls was die Sternsinger-Aktion betrifft. Alljährlich fällt es schwer, in diesem Ort eine Gruppe zusammenzubringen, die am Dreikönigstag von Haus zu Haus zieht. Doch Schwester Katharina Horn, die Organisatorin der Aktion, hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dieses Mal auch in Horsdorf drei Personen zu finden, die als Sternsinger durch den Ort gehen und das "C+M+B 2017" an die Türen schreiben.
Bis auf ein Gebiet - Horsdorf/Loffeld - sind inzwischen alle Staffelsteiner Touren für die Sternsinger-Aktion 2017 besetzt, sagt Schwester Katharina. Das sei gelungen, "weil wir viele Kinder und Jugendliche haben, die an beiden Tagen laufen". Rund 60 junge Christen hätten sich bereit erklärt, am Dreikönigstag (6. Januar) und am Sonntag, 8. Januar, durch die Straßen der Stadt und der Dörfer zu laufen.


Nichtkatholiken sind eingeladen

Erforderlich seien normalerweise rund 80 "Könige", doch das Umstrukturieren der Touren vor drei Jahren habe neue Möglichkeiten eröffnet. Auch drei Erwachsene - Barbara Vetter, Franziska Stich und Johannes Gründel - wirken als Sternsinger mit und lindern somit die Personalnot ein wenig.

Teilnehmen können Kinder ab der dritten Jahrgangsstufe; nach oben seien vom Alter her keine Grenzen gesetzt, sagt Schwester Katharina und fügt hinzu: "Auch Kinder, die nicht katholisch sind, können mitmachen". In jeder Gruppe sollte jedoch ein Jugendlicher dabei sein, der mindestens 14 Jahre alt ist und die Leiterrolle übernehmen kann. Eingekleidet werden die "Könige" aus dem speziellen Fundus der Pfarrei, in dem rund 100 Kostüme aufbewahrt werden.

Der Erlös der Aktion 2017 wird ans Sternsingerwerk überwiesen, das alle seine Projekte damit versorgen wird. Im Mittelpunkt steht diesmal Kenia, das Motto lautet "Gemeinsam für Gottes Schöpfung". Im Vorfeld, sagt Schwester Katharina, erfahren die Kinder und Jugendlichen etwas über die Situation in Kenia - etwa dass dort Wasser knapp ist, weil es lange keinen Regen gab und dass die Umweltverschmutzung dort groß ist.

"Unsere Kinder gehen nicht wegen der Süßigkeiten, sondern wegen der Aktion", lobt Schwester Katharina, "und sie spenden auch das Geld, das sie für sich selbst zugesteckt bekommen". Sie bittet die Bürger, den Sternsingern keinen Alkohol anzubieten und ihnen keine Naschereien zu schenken, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Sollten die Sternsinger doch Pralinen bekommen, die nicht mehr genießbar sind, gehen sie locker damit um - und entsorgen die Sachen, sagt Schwester Katharina.

Eine Idee, wie die Personalnot bei den Sternsingern vielleicht behoben werden könnte, hat sie bereits. An Halloween wollte Schwester Katharina schon heuer an die herumziehenden Kinder Anmeldebogen ausgeben - doch in diesem Jahr seien kaum Kinder um die Häuser gezogen, um Süßigkeiten zu erbitten. Ob das wohl an den zu jener Zeit umgehenden Grusel-Clowns gelegen hat? Im nächsten Jahr will Schwester Katharina diese Idee jedoch wieder aufgreifen. Möglicherweise finden sich Kinder, die an Halloween Süßes und an Dreikönig Spenden sammeln möchten.




Die Sternsinger-Aktion

Zeit Die Sternsinger ziehen am Dreikönigstag (6. Januar) und am Sonntag, 8. Januar, durch die Straßen des zur Pfarrei St. Kilian gehörenden Gebiets. Starten werden sie an beiden Tagen nach dem Gottesdienst, der um 8.30 Uhr beginnt. Unterwegs werden sie jeweils bis 17 Uhr sein.

Gebiet Neben der Kernstadt Bad Staffelstein werden die Sternsinger in Unterzettlitz, Reundorf, Vierzehnheiligen, Schönbrunn, Romansthal, Wolfsdorf, Loffeld und hoffentlich auch Horsdorf unterwegs sein.

Anmeldung Wer mitmachen möchte, findet das entsprechende Formular auf der Homepage stkilian-badstaffelstein.de sowie am Schriftenstand in der Kilians-Kirche.