Die städtische Friedhofskapelle in Ebensfeld wurde nach umfangreichen Sanierungsarbeiten am Mittwoch ihrer Bestimmung übergeben. Der Leiter des katholischen Pfarreiverbundes Ebensfeld, Pfarrer Rudolf Scharf, weihte in Anwesenheit einiger Gemeindemitglieder das unter Denkmalschutz stehend Gebäude.

Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) bezifferte die Maßnahme mit rund 130 000 Euro, die mit 70 000 Euro gefördert wurde. Zuschussgeber waren die Oberfrankenstiftung, das Landesamt für Denkmalpflege, das erzbischöfliche Ordinariat Bamberg und die Katholische Kirchenstiftung Ebensfeld.

Neben der Dachstuhlsanierung wurden die Regenabweiser am Turm erneuert. Risse in der neugotischen Sandsteinquaderfassade wurden abgedichtet. Bei der Innenraumsanierung erfolgte eine detailgetreue Rekonstruktion des Innenraums, des Altars und der Figuren in den ursprünglichen Zustand.
Die aus dem Jahr 1870 erhaltene Eingangstür wurde restauriert.

Der muffige Geruch ist weg

Bürgermeister Storath war von dem Ergebnis der Sanierung überrascht. "Ich bin sprachlos", war sein Urteil. Es rieche nicht mehr muffig und die Heiligen erstrahlten in frischen Farben. Beeindruckt war er von der Farbgebung der Wände, die genauso gestaltet wurden, wie es sich die Vorfahren vor über 140 Jahren gewünscht hätten. Er er innerte an den einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates, das Gebäude zu sanieren.

Die Kapelle sollte in den Sommermonaten tagsüber für alle Gläubigen geöffnet sein und katholische, evangelische oder ökumenische Gottesdienste könnten dort stattfinden, regte er an.

Sein Dank galt allen am Bau beteiligten Unternehmen und dem Architekten Werner Süppel aus Lichtenfels.