Bad Staffelstein — Die Novellierung des Jagdrechts war ein Thema der Hegeschau mit Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Bad Staffelstein im Bayerischen Jagdverband am im "Gasthaus zum Hirschen" in Ebensfeld. Vorsitzender Dieter Erbse machte deutlich, dass die Jägerschaft vor erhebliche Herausforderungen gestellt werde, die das bewährte System infrage stellen könnten.
Die Gesetzesänderung sehe vor, dass Grundeigentümer unter bestimmten Voraussetzungen auf ihren Flächen die Errichtung eines befriedeten Bezirks beantragen können, auf dem die Jagd ruht. "Die bewährte Solidargemeinschaft und eine effektive Jagd garantierten einen umfassenden Natur- und Landschaftsschutz, der Schutz vor Tierseuchen und vor Wildschäden sowie die Erhaltung eines artenreichen und gesunden Wildbestandes", unterstrich der Waidmann. Das sei nur mit einer flächendeckenden Hege und Bejagung möglich.
Kreisjagdberater Wolfgang Jakob warnte vor der Zunahme von Schwarzwild. In der Saison 2011/12 wurden im Landkreis 328 Wildschweine erlegt, in der jetzigen 455. Die Hegeschau sei eine Veranstaltung, bei der die Notwendigkeit der Jagd vermittelt werde.
Das forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung erläuterte Forstdirektor Oliver Kröner. In den beiden Revieren Banzgau und Lautergrund sei die Verbissbelastung durch Schalenwild tragbar und seit einigen Jahren zurückgegangen. Bernd Lindner, stellvertretender Sachgebietsleiter für Sicherheit und Ordnung im Landratsamt, gab die Abschüsse in den beiden Jagdbezirken bekannt. Banzgau: 355 Rehe, 57 Wildschweine, 145 Hasen und 156 Füchse; Lautergrund: 470 Rehe, 46 Wildschweine, 358 Hasen und 154 Füchse. Geehrt wurden Ehrenvorsitzender Erhard Hümmer für 60-jährige Mitgliedschaft in der Kreisgruppe Bad Staffelstein, Josef Gagel für 50-jährige, sowie Thomas Ley und Engelbert Lieb für 25-jährige Treue. Bei der Trophäenwertung wurden Horst Elblein, Gerhard Schmidt und Sebastian Badum mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. awe