Sie kommen vor allem nachts. Sie sind schnell. Man sieht sie kaum. Und sie machen mir Angst.

Immer wieder treffe ich, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, auf die Dunkelmänner: Radfahrer, die schwarz gekleidet, mit dunkler Mütze und - natürlich! - ohne Beleuchtung unterwegs sind. Mehr als einmal habe ich mir schon gedacht: "Auweia, das war knapp!" Was, wenn mir einer dieser Dunkelmänner (die es natürlich auch in der weiblichen Variante gibt) einmal über die Kühlerhaube fliegt? Ich fürchte, dann bin ich schuld.

Wenn ich selbst vom Auto aufs Rad umsteige, versuche ich mich zu schützen. Dann blinkt nicht nur eine rote Lampe hinten an meinem Helm (danke, Kinder, für dieses tolle Geschenk!), sondern auch kleine Lichter an einem Armband, das ich mir über den Jackenärmel schiebe, und auf meinem Rücken reflektiert ein sogenannter Sicherheitskragen, der leicht an- und auszuziehen ist, das Scheinwerferlicht.

Einmal fragte jemand, der mich in diesem Aufzug antraf, ob denn schon Weihnachten sei. Ich würde ja leuchten wie ein Christbaum. Egal. Ich bin mittlerweile in einem Alter, in dem ich es sicher haben will und warm. Dann darf das ruhig doof aussehen.