Von null auf 100 in fünf Minuten

1 Min
Symbolbild.
Symbolbild.

Seit ich den Führerschein habe, fahre ich meinen kleinen Twingo. Damit werde ich ab und an belächelt, aber in meinem Flitzer steckt mehr drin, als man sich vorstellen kann.

Trotz der mickrigen 59 PS schaffte ich einmal (zugegebenermaßen bergab) über 180 km/h. Traut uns beiden eigentlich keiner zu und ehrlich gesagt: er wackelt dann ganz schön. Trotzdem würde ich ihn nicht eintauschen wollen, denn so eilig habe ich es nie und 140 km/h (und die schafft er, wenn es nicht gerade den Berg hoch geht) reichen im Normalfall aus.

Aber manchmal gibt es Situationen, da nervt mich der Kleine. Eigentlich nervt nicht er mich, sondern die anderen Autofahrer. Es ist doch weitläufig bekannt, dass kleine Autos (und da schließe ich auch sämtliche Puntos, Corsas, Fiestas, Polos dieser Erde mit ein) nicht ganz so schnell beschleunigen können, wie ein 250 PS starker Mercedes oder BMW.

Wieso also muss man einem kleinen Rutscher die Lichthupe geben, wenn der gerade zum Überholen angesetzt hat?

Liebe Rennwagen-Fahrer dieser Welt, ich würde gerne schneller überholen. 1#googleAds#100x100 Das geht aber nicht! Daher appelliere ich an die Geduld all derer, die sich täglich auf den Autobahnen und zweispurigen Bundesstraßen dieses Landes über Kleinwagen aufregen: Bitte einmal Durchatmen. Schließlich kommt der Benz doch von null auf 100 in weniger als zehn Sekunden. Mein Twingo nicht. Deshalb denken Sie doch einfach beim nächsten Mal, wenn sie kurz vor einem Twingo rausziehen, der sich gerade fünf Minuten lang mühsam auf 140 km/h gekämpft hat, dass dieser arme Twingofahrer wieder fünf Minuten braucht, um auf 140 zu kommen.