Kein Wunder, dass die Tanzfläche den ganzen Abend über gefüllt war. Dutzende Paare bewegten sich zu den Klängen der Kapelle im Walzer, im Fox und im Cha cha cha.

Diesmal ohne Verstärkung

Diesmal bestritt der Musikverein den ganzen Abend musikalisch alleine, in den vergangenen Jahren waren die Standelhofener da, um zusätzlich für Stimmung zu sorgen. Doch dieses Jahr bekamen das die Thurnauer auch sehr gut selbst hin. "Wir wollten es einfach mal allein versuchen," so Vorsitzender Martin Koslowsky. Und das Ergebnis zeigte, dass die Rechnung aufgegangen ist.

Gesanglich wurde die Blaskapelle von Lisa Eschenbacher und Andreas Fuchs begleitet. Dass die Stadelhofener diesmal nicht mit auf der Bühne standen, bedeutete aber nicht, dass sie sich den Abend hätten entgehen lassen. Mitglieder der Stadelhofener waren gekommen, um mit den Freunden zu feiern.
"Wir haben ein gutes Verhältnis, die Stimmung ist einfach toll," betonte Frank Macht.

Das Orchester ist seit dem vergangenen Jahr deutlich aufgestockt und verjüngt worden - zahlreiche ehemalige Mitglieder des Jugendorchesters sind in die Kapelle vorgerückt. Nun brauchen die jungen Bläser natürlich noch Bühnenerfahrung. Und da kommt so ein ganzer Abend voller Blasmusik genau recht.

Das große Repertoire ist dabei die besondere Herausforderung. "Es ist etwas völlig anderes, ob man wenige Stücke beim Wertungsspiel vorträgt oder ob man ein Programm für mehrere Stunden Konzert einüben muss", so hatte Dirigent Heimo Bierwirth bereits bei der Hauptversammlung vor einigen Wochen betont.

Charmant und hintersinnig

Dass die Musiker letztere Hürde nehmen und sich über das mehrere Stunden dauernde Konzert gut konzentrieren können, das bewiesen sie am Samstag. Und dass man den jungen Musikerinnen und Musikern ihre Lust noch ein bisschen mehr ansieht, das werden sie sicher noch hinbekommen. Dirigent Heimo Bierwirth ist da auf jeden Fall ein gutes Vorbild. Mit charmanten Anmoderationen schaffte er es einmal mehr geschafft, das Publikum auch immer wieder zum Schmunzeln zu bringen und eine Beziehung herzustellen.

Insgesamt bewältigte die Kapelle das Konzert souverän und immer mit dem in Thurnau bekannten Witz und Charme wunderbar. Man darf sich auf mehr freuen!