Kulmbach — Der 37-jährige Marc Pöhlmann hatte bereits in den achtziger Jahren mit dem Karatetraining beim ATS begonnen, 1990 jedoch wieder aufgehört. Nach über 20 Jahren Pause kam er 2011 zur Karateabteilung zurück. Dank seines großen Trainingseifers holte er in nur wenigen Jahren vieles auf. "Es war immer mein Ziel, den Schwarzen Gürtel zu tragen. Diesen Traum habe ich mir nun erfüllt", freut sich Marc Pöhlmann.
Auch der 39-jährige Arzt und Leiter der ATS-Karateabteilung, Ralf Kneitz, hat dies geschafft. "In den 27 Jahren, in denen ich Karate betreibe, habe ich mir drei Meilensteine als Ziele gesetzt: Der erste war der grüne Gürtel, der zweite der schwarze Gürtel bzw. der erste Dan. Der dritte ist nun in der Mitte des Lebens der vierte Dan als herausragende Graduierung im Karate", sagt Ralf Kneitz.
Ralf und Marc hatten sich die beiden bekannten Trainer Fritz Oblinger (7. Dan) und Franz Fenk (6. Dan) als Prüfer ausgesucht. Oblinger ist Breitensport- und Stilrichtungsreferent des Bayerischen Karatebundes (BKB), Fenk BKB-Landestrainer. Neben Sauberkeit und Stabilität legten beide viel Wert auf einen realistischen Einsatz der Kampftechniken.
In allen Teilen der Prüfung, "Kihon" Grundschule), "Kata" (Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner), "Bunkai" (Anwendung der Techniken aus Grundschule und Kata) und "Kumite" (Partnerkampf), verlangten Fenk und Oblinger vollen körperlichen und geistigen Einsatz und überreichten den Prüflingen schließlich mit viel Lob ihre Urkunden.
Die Karateabteilung des ATS richtete jüngst einen Lehrgang mit Prüfungen aus, an dem rund 100 Sportler aus Ober- und Unterfranken teilnahmen. Den Lehrgang leitete das Ehepaar Silvia und Oliver Schnabel aus Forchheim. Silvia (5. Dan) war Europameisterin im Kumite und WM-Dritte, Oliver (6. Dan) Deutscher Juniorenmeister.