Der 51-jährige Reichenbacher wurde in der Nominisierungsversammlung einstimmig als Spitzenkandidat für die Kommunalwahl am 15. März aufgestellt.

"Völlig unbelastet, neutral und engagiert"

Reuther sei "völlig unbelastet, neutral und engagiert", beschrieb ihn Gerd Leinfelder, der ihn als Kandidaten vorschlug. Er stehe deshalb für einen Aufbruch in der Gemeinde, sei kompetent und habe bereits Führungsqualitäten in seinem Gewerbebetrieb und als Ausbilder im Handwerk bewiesen.

Presseck sei geografisch zwar etwas ab vom Schuss, räumte Reuther ein. Dies sei allerdings kein Grund, weiterhin abseits zu bleiben. Nach einer Anbindung an das Hochgeschwindigkeitsinternet, das es im Ort noch nicht gebe, wäre Presseck auch für Gewerbe oder Start-ups als Standort durchaus interessant. Flächen und auch Leerstände stünden kostengünstiger als in anderen Kommunen zur Verfügung. Presseck liege nicht schlecht erreichbar "oben auf dem Berg".

Tatsächlich sei der nächste Autobahnanschluss in 17 Kilometern auf gut ausgebauten Straßen zu erreichen. Das müsse potenziellen Neuansiedlern nur erläutert werden, was er als eine seiner Aufgaben ansah. "Hier muss man aktiv auf Betriebe zugehen."

"Die Jugend mitnehmen"

"Wir müssen auch die Jugend mitnehmen, den jungen Leuten zuhören, ihre Vorstellungen, so weit es geht, umsetzen und ihnen auch Stimmrecht einräumen", fuhr der Bewerber fort. Nur so könne man den Ort lebendig erhalten und die jungen Leute dazu bewegen, in Presseck zu bleiben. Gleichzeitig gelte es, für die Älteren die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sie in ihrer gewohnten Umgebung auch im Alter bleiben können. Hierzu gehörte der Erhalt der Pflegeeinrichtungen, aber auch ein Angebot für altersspezifische Betätigungen.

Kämpfen müsse man auch für eine Verbesserung der Infrastruktur. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln komme man derzeit allenfalls nach Kulmbach. Wenn man schon keinen Taktverkehr wie in Großstädten bekomme, dann sollte man sich um andere Möglichkeiten kümmern - Mitfahrbänke, Ruf-Taxis und Bürgerbusse nannte Reuther als mögliche Alternativen. Ingesamt müsse die Rathauspolitik transparenter werden, man wolle die Bürger an allen Projekten beteiligen, sie zum Beispiel nach ihren Vorstellungen zur Marktplatzgestaltung fragen.

Frühstück im Rathaus

Kommunikation sei generell wichtig. Ein regelmäßiges "Frühstück im Rathaus" am Wochenende schwebt ihm dabei vor, "wo man sich zwanglos trifft, Beschwerden und Anregungen gleich direkt beim Bürgermeister loswerden kann".

Einstimmig beschloss die Versammlung auch die Liste der Gemeinderatskandidaten.

Die Kandidatenliste

1. Mark Reuther

2. Daniela Gahn

3. Gerd Leinfelder

4. Oliver Schott

5. Norbert Gareis

6. Stephan Bodenschatz

7. Christian Ziegler

8. Nicole Kratkai

9. Horst Nagel

10. Jürgen Hohner

11. Christine Söllner

12. Sven Kern

13. Robert Thern

14. Patrick Hildner

15. Elmar Gahn

16. Monika Hirsch

17. Peter Bader

18. Karin Moebus

19. Lothar Klier

20. Liane Weber

21. Klaus Seel,

22. Sonja Klier

23. Manfred Angles

24. Martin Hillebrand

Ersatzleute: Edi Gareis und Helmut Hirsch.