So, jetzt ist er also da, der zweite harte Lockdown. Viele Einzelhändler dürfen ihre Ladentüren bis (mindestens) 10. Januar nicht mehr öffnen.

Selbst einem Menschen wie mich, der auch in schwierigen Zeiten bemüht ist, den Humor nicht zu verlieren (Lachen soll ja gesund sein), bereitet die momentane Situation Sorge. Gerade noch hatte ich darüber nachgedacht, einmal einen Anti-Hamsterkäufer-Scherz zu machen und im Supermarkt einen Einkaufswagen randvoll mit Schuhcreme und Katzenstreu zu packen - nur um die verdutzten Blicke der Leute in der Kassenschlange zu genießen.

Viele Fragen - keine Antworten

Stattdessen beschäftigen mich nun viele ernste Fragen: Wie wird unser Leben nach der Pandemie aussehen? Wird es im Frühjahr noch Läden geben, in denen man wohnortnah einkaufen und mit dem Verkäufer ratschen kann? Werde ich im Sommer wieder sorglos im Biergarten sitzen können? Niemand kann das heute seriös prophezeien.

Ich bin kein Freund davon, Dinge des täglichen Lebens irgendwo im Internet zu bestellen. Schon allein der Verpackungsmüll, der bei jeder Lieferung anfällt (und teuer zulasten der Allgemeinheit entsorgt werden muss), ist mir ein Graus. Doch die Krise zwingt auch mich, andere Wege des Einkaufs zu suchen. Und ich muss feststellen: Es ist einfach und bequem. Huahhh, Moment: Mit diesem Gefühl kann und will ich mich gar nicht anfreunden.

Not macht erfinderisch

Schön, dass es auch bei uns Geschäfte gibt, die in der Not erfinderisch sind (siehe Aufmacher auf dieser Seite). Für all die anderen hoffe ich inständig, dass sich die Leute nicht an diese anonyme Form des Einkaufens gewöhnen, sondern - sobald es möglich ist - wieder die Läden stürmen und vor Ort shoppen. Es muss ja nicht gleich Schuhcreme und Katzenstreu sein.