Schrottwichteln: Müll abladen verboten!

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Das ein oder andere Präsent möchte man dem Weihnachtsmann am liebsten gleich wieder mitgeben. Die Alternative: Schrottwichteln. Foto: Archiv/dpa
Das ein oder andere Präsent möchte man dem Weihnachtsmann am liebsten gleich wieder mitgeben. Die Alternative: Schrottwichteln. Foto: Archiv/dpa

Jedes Jahr das Gleiche: Gute Geschenk-Ideen sind rar, und dann gibt's doch wieder witzige Krawatten (für Papa), die soundsovielte Duftlampe (für die Schwiegermutter) und hässliche Blumenvasen (von der Schwiegermutter). Erst müssen alle so tun, als würden sie sich über den Krempel freuen wie die Schneekönige, dann überlegen wohin damit.

Abhilfe und ein vergnügliches Vorweihnachts-Event ist hier der schöne Brauch des Schrottwichtelns: Man trifft sich, am besten im Freundeskreis (um die Gefühle der vasenschenkenden Angehörigen nicht zu verletzen), jeder bringt ein Stück liebevoll verpackten Schrott vom letzten Jahr mit, alles kommt in einen Sack, jeder darf einmal ziehen. Anders als an Heiligabend wird der bejubelt, der das beknackteste Teil auswickelt (oder eingewickelt hat).

Vorsicht sollte man allerdings walten lassen, wenn die Sause im eigenen Heim veranstaltet werden soll, wie der Fall einer Bekannten aus dem letzten Jahr zeigt: Nachdem sich die fröhliche Gästeschar verabschiedet hatte, fand sie das komplette Geschenke-Sortiment unter ihrem Wohnzimmerschrank. Dieses Jahr gibt's deshalb Taschenkontrollen: Nur wer seinen Schrott eingesteckt hat, darf gehen.