Die Stadt Kulmbach hat am Dienstag mit zwei Bauhofmitarbeitern die Überbleibsel der wilden Party am 1. Mai im Naherholungsgebiet Oberauhof weggeräumt, bei der es - wie berichtet - auch zu Alkoholexzessen, Randale und einem Großeinsatz der Polizei gekommen ist. "Die Kosten der Stadt für die Beseitigung des ganzen Mülls belaufen sich auf 600 Euro", teilte stellvertretender Inspektionsleiter Alexander Horn auf Anfrage mit.

Nach seinen Worten ist die Kulmbacher Polizei weiter damit beschäftigt, die Verursacher der Müllablagerungen zu ermitteln. Die Übeltäter seien unter den 200 Jugendlichen zu suchen, die ohne Anmeldung am Oberauhof im Bereich des Badestrands Party gemacht haben. "Wir haben auch schon Ansätze, bitten aber weitere Zeugen, sich bei der Polizei zu melden", so der Hauptkommissar; Telefon 09221/6090.


Keine Probleme mit zweiter Gruppe

Horn stellte klar, dass aber nicht gegen eine Gruppe von etwa 100 Personen ermittelt werde, die in der Nähe des Anglergeländes gefeiert und ihre Veranstaltung ordnungsgemäß bei der Stadt angemeldet hat. "Die haben sich ordentlich verhalten und den Platz besenrein verlassen", so der Polizeisprecher.

Wie das Polizeipräsidium in Bayreuth am Donnerstag mitteilte, kam es nach dem Polizeieinsatz im Zuge der wilden Party am 1. Mai zu einer weiteren Auseinandersetzung, bei der mehrere Täter einen 17-Jährigen mit Schlägen und Fußtritten traktierten. Der junge Mann wurde am Kopf verletzt und muss vorübergehend im Krankenhaus bleiben. Die Kriminalpolizei Bayreuth ermittelt nun wegen eines versuchten Tötungsdeliktes und bittet auch dahingehend um Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 0921/506-0.