Es war nicht anders zu erwarten: Für die CSU Neuenmarkt-Hegnabrunn geht Alexander Wunderlich ins Rennen um das höchste Mandat in der Gemeinde. Der 48-jährige Geschäftsführer des VdK-Kreisverbands Kulmbach, der seit sechs Jahren das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters innehat, wurde von den 22 anwesenden Mitgliedern des Ortsverbands einstimmig nominiert und führt auch die Gemeinderatsliste der CSU an.

"Offen, ehrlich, zielstrebig"

"Offen, ehrlich, zielstrebig" will Wunderlich sein Amt ausüben. Er sei bereit, Vorschläge aufzunehmen, kein Gedankengang dürfe verboten sein.

Die Wahl leitete der stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Gerhard Schneider, der Wunderlich im Kreistag als kompetenten Fachmann in sozialen Fragen schätze. "Da hat sein Wort Gewicht."

"Ein sehr gutes Angebot"

Der Wahlvorschlag kam von Gernot Kintzel: "Wir wollen unseren Bürgern keine Alternative bieten, sondern ein sehr gutes Angebot machen, und schlagen den besten Kandidaten vor, den wir uns für Neuenmarkt wünschen können." Wunderlich habe es in den zurückliegenden sechs Jahren hervorragend verstanden, in oftmals längeren Vertretungszeiten nicht nur unheimlich viele Termine wahrzunehmen, sondern auch viele Gespräche mit Bürger zu führen.

"Er zeigt ein wahnsinniges Engagement, schaut nicht auf die Uhr und auf sich selber, sondern hat immer die Belange jedes Einzelnen und unserer Gemeinde im Kopf. Und ganz wichtig ist auch, dass er die Probleme anpackt und sie nicht beiseiteschiebt."

Ex-SPD-Kandidatin auf der CSU-Liste

In seiner Vorstellung betonte Wunderlich, dass ihm die Arbeit als Gemeinderat und Zweiter Bürgermeister Freude und Spaß gemacht habe und er gerne weitermachen würde. Seit nunmehr 22 Jahren sei er Geschäftsführer des VdK-Kreisverbands Kulmbach sowie Vorsitzender des VdK-Betriebsrats Oberfranken.

In seiner Vertretungszeit habe er viele Erfahrungen gesammelt, oft auch in enger Abstimmung mit der Dritten Bürgermeisterin Patricia Lerner, die als frühere Bürgermeisterkandidatin der SPD nun auf der CSU-Gemeinderatsliste antritt.

Viel auf den Weg gebracht

Wunderlich würdigte die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat: "Wir wollten immer gute Entscheidungen für Neuenmarkt treffen, ich denke, es war ein konstruktives Miteinander." In der zurückliegenden Wahlperiode sei viel auf den Weg gebracht worden, ein Sorgenkind stelle aber nach wie vor der Hochwasserschutz dar. Eine schwierige Aufgabe habe die Gemeinde jetzt mit der gesplitteten Abwassergebühr vor sich.

Das neue Baugebiet bezeichnete Wunderlich als eine Erfolgsgeschichte, bei der er als Zweiter Bürgermeister bei Behördenterminen erfolgreich mitwirken konnte. Bereits jetzt müssten sich Gemeinderat und Verwaltung Gedanken machen, das Baugebiet zu erweitern oder ein neues zu erschließen. Als eine wichtige Aufgabe sieht Alexander Wunderlich die Ansiedlung weiterer Betriebe im Gewerbegebiet "Wirsberger Straße". Mit der Verlagerung der Behinderten-Werkstätten von Himmelkron nach Neuenmarkt sei bereits ein guter Anfang gemacht worden.

Riesiger Imagegewinn

"Auf über 20 000 Quadratmetern entstehen hier Werkstätten für behinderte Menschen mit Wohnheimen. Das ist für uns ein riesiger Imagegewinn! Ich bin froh und stolz, dass das bei uns verwirklicht wird. Ich denke, das wird eine Win-Win-Situation, 2021 soll der Baubeginn sein." Mit Blick auf die Gemeinderatsliste verwies der Kandidat darauf, dass aller Bewerber in der Gemeinde Neuenmarkt ehrenamtlich tätig seien - "das ist ein Gewinn für die Gesellschaft und ein Gewinn für die Gemeinde Neuenmarkt".

Für Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner war es ein Anliegen, dem Bürgermeisterkandidaten und den Gemeinderatsbewerbern zu danken, dass sie sich zur Wahl stellen und damit auch für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgen.

Die Gemeinderatsliste

1. Alexander Wunderlich

2. Alexander Hollweg

3. Ralf Pistor

4. Gernot Kintzel

5. Anette Balzar-Mohr

6. Patricia Lerner

7. Dieter Eschenbacher

8. Frank Lindner

9. Florian Grieshammer

10. Julia Eschenbacher

11. Maximilian Kintzel

12. Marcus Pöhlmann

13. Ludwig Kastner

14. Reinhold Hahn

15. Manfred Kaiser

16. Roland Geyer

Ersatzkandidaten: Thomas Balzar und Ursula Braun