Zu den kuriosesten Nachrichten der letzten Wochen gehörte die vom "Fat-Bear"-Wettbewerb. Der wird alljährlich in Anchorage in Alaska ausgetragen. Zwölf Braunbären aus einem Nationalpark standen zur Wahl. Das Rennen machte der Bär "747", der mit geschätzten 630 Kilogramm Gewicht wohl tatsächlich die massige Statur eines Jumbo-Jets haben dürfte und damit seinen Konkurrenten "Chunk" ("Klotz") auf den zweiten Rang verwies.

Seine üppigen Körperformen hat "747" vermutlich den Lachsen verdanken, die heuer in besonders großer Zahl die Flüsse aufwärts gezogen sein sollen: All you can eat auf bärisch.

Dem Bären selbst dürfte der neuerworbene Ruhm am dicken Fell vorbeigehen. Er wird sich längst zum Winterschlaf zurückgezogen haben - nicht wissend, dass ich ihn ein bisschen beneide.

Es muss schön sein, durch Alaskas Wälder zu streifen, jeden Tag Lachs zu essen, dazu Pilze und Beeren, und sich nicht um die Figur zu scheren. Es muss schön sein, irgendwann im Spätherbst, wenn es draußen grau, nieselig und ungemütlich kalt wird, "Tschüß" zu sagen und sich in den Winterschlaf zu verabschieden. Vielleicht noch ein Töpfchen Honig als Betthupferl?

Aber vor allem muss es schön sein, im März, wenn einen die ersten Frühlings-Sonnenstrahlen an der Nase kitzeln, wieder aufzuwachen. Immer noch berühmt - und mindestens acht Kilo leichter.