Bauarbeiten im Kulmbacher Freibad - Winterwetter führt zu Verzögerungen

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Die Bauarbeiten im Freibad Kulmbach sind aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen ins Stocken geraten. Die Stadtwerke rechnen mit etwa vier Wochen Verzögerung.

Folgende Bautätigkeiten im Freibad Kulmbach wurden bis kurz vor Weihnachten planungsgemäß ausgeführt:

  • Abbruch und Rückbauarbeiten (Schwimmerbecken und Badewassertechnik)
  • Erdarbeiten Baugrube Schwallwasserbehälter und Schwimmerbecken
  • Spundwandverbau und Wasserhaltung Schwallwasserbehälter
  • Micropfahlgründung und Bodenplatte Schwallwasserbehälter
  • Micropfahlbohrungen auf der halben Fläche der Bodenplatte Schwimmerbecken
  • In Teilbereichen Sauberkeitsschicht ausgeführt
  • Baustelle für den Jahreswechsel 2025/2026 ordnungsgemäß gesichert
  • Werkstattfertigung der Edelstahlbauteile Schwimmerbecken wurde begonnen

Im weiteren Ablauf war das Weiterführen der Arbeiten im Januar 2026 geplant und abgestimmt:

  • Weiterführen der restlichen Micropfahlbohrungen ab dem 5. Januar 2026
  • Vervollständigen der Sauberkeitsschicht ab dem 12. Januar 2026
  • Anliefern und Verlegung der Bewehrung der Bodenplatte nach Fertigstellung der Sauberkeitsschicht
  • Betonage Bodenplatte
  • Schalung stellen und Bewehrung der Wände Schwallwasserbehälter
  • Betonage Wände Schwallwasserbehälter

Aufgrund der vorherrschenden Witterungsbedingungen mit starken Minusgraden, gefrorenem Boden und Schnee, konnten die Arbeiten seit dem 5. Januar 2026 nicht wie geplant ausgeführt werden. Die Ausführung der Micropfahlbohrungen war erst ab dem 14. Januar 2026 wieder möglich - mit erneutem Arbeitsabbruch am 21. Januar 2026 aufgrund der extremen Minusgrade.

Betonarbeiten nicht unter -5 Grad:

  • auf gefrorenem Untergrund kann keine Sauberkeitsschicht erstellt werden
  • Abbinde- und Aushärtungsvorgänge bei Minusgraden stark eingeschränkt bzw. unmöglich
  • Die erforderlichen Betonfestigkeiten und WU-Eigenschaften werden beim Minusgraden nicht erreicht.
  • Folge: Gewährleistungsausschluss der Baufirma
  • Ein Verlegen der Bewehrung ist aufgrund fehlender Vorleistungen (Sauberkeitsschicht) nicht möglich.

Arbeitssicherheit auf der Baustelle:

  • Arbeitssicherheit: Abrutschgefahr (Baugrube)
  • Erhöhte Unfallgefahr, herausstehende Bewehrungseisen auf Bodenplatten Schwallwasserbehälter
  • Gefrorene, glatte Untergründe
  • Glatte, rutschige Zuwegung zur Baustelle

Derzeit befindet sich die Baustelle circa vier Wochen im Rückstand.

Ausblick:

  • Ein Weiterführen der Arbeiten kann erst bei entsprechend aufgetautem Untergrund der Baugrube fortgesetzt werden.
  • Bei einsetzendem Tauwetter ist mit einem Anstieg des Grundwassers zu rechnen. Dabei ist mit einer Überflutung des Baugrundes zu rechnen, was zu einer weiteren Verzögerung der Baumaßnahme führen könnte.
  • Nach heutigem Stand und mit der Berücksichtigung des weiteren Wetterverlaufes ist insgesamt mit einer entsprechenden Verzögerung zu rechnen.

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung. 

Vorschaubild: © Foto: Archiv/Jürgen Gärtner