Im Haus "Rotmaintal" des BRK-Kreisverbandes Kulmbach in Neudrossenfeld sind vier Bewohner positiv auf die britische Mutante des Corona-Virus getestet worden. Das hat BRK-Geschäftsführer Jürgen Dippold gestern am frühen Abend mitgeteilt.

Drei der Senioren waren bereits vor einigen Wochen abschließend geimpft worden. Allen dreien gehe es, wie Heimleiterin Ulrike Schramm sagt, gut. Die vierte Bewohnerin, nicht geimpft, werde derzeit stationär im Krankenhaus behandelt. Auch zwei Mitarbeiter des Neudrossenfelder Seniorenheims seien positiv getestet worden.

Seniorenheim Rotmaintal unter Quarantäne: Keine Besucher mehr erlaubt

Im Haus "Rotmaintal" leben 60 Senioren, die von 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut werden. Die Einrichtung ist nun aus Sicherheitsgründen von den Kulmbacher Gesundheitsbehörden unter Quarantäne gestellt worden. Besucher sind aus diesem Grund derzeit vorerst bis zum 1. April nicht zugelassen, so der Geschäftsführer Jürgen Dippold.

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"Wir wollen größtmögliche Transparenz und dadurch dazu beitragen, dass unnötige Ängste vermieden werden. Deswegen informieren wir über den Sachverhalt", betont Dippold. Das Heim habe, als der erste Fall bekanntgeworden sei, umgehend engen Kontakt zu den zuständigen Behörden gesucht. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt würden nun Reihentestungen sowohl in Form von Schnelltests als auch von PCR-Tests engmaschig durchgeführt.

Um eine Ausbreitung zu verhindern, habe man umgehend Bewohnerzimmer umstrukturiert, heißt es in der Pressemitteilung. Die positiv getesteten Bewohner seien mit ihrer Zustimmung beziehungsweise der Zustimmung ihrer Betreuer in einen Wohnbereich umgezogen, der über einen eigenen Zugang verfügt.

Besucherverbot sei schmerzhaft, aber alternativlos

"Wir werden alles tun, um diese bedauerliche Entwicklung schnellstmöglich zu stoppen", erklären Ulrike Schramm und Jürgen Dippold. Beide sprechen den Kulmbacher Behörden und dem Krisenstab sowie der Heimaufsicht und dem Pflegefachberater der Führungsgruppe Katastrophenschutz ihren Dank für die Unterstützung aus. "Die Angehörigen, die nun in den kommenden Tagen leider ihre Lieben im Heim nicht besuchen können, bitten wir um Verständnis. Wir wissen, dass dieser Schritt einen schmerzhaften Eingriff bedeutet. Er ist allerdings zur Sicherheit aller notwendig und alternativlos", so Ulrike Schramm und Jürgen Dippold.

Die Nachricht von den Corona-Fällen im Altenheim in Neudrossenfeld weckt ungute Erinnerungen: Kurz vor Weihnachten war es in drei Altenheimen in der Region zu großen Corona-Ausbrüchen gekommen. Betroffen waren damals zahlreiche betagte Bewohner erkrankt und eine ganze Reihe der alten Menschen gestorben.

Auch unter den Mitarbeitern hatte es zahlreiche Infektionen gegeben, so dass die drei Einrichtungen zeitweise nicht mehr über genügend Personal verfügten und sich externe Hilfe holen mussten.

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