Kasendorf
Konzert

Kirchenchor meistert Herausforderung

Da haben sich die Kasendorfer eine große Herausforderung ausgesucht: Der Kirchenchor, begleitet von mehreren Solisten, hat am Samstagabend in der Kilianskirche Ausschnitte aus Georg Friedrich Händels "Messias" aufgeführt.
Der Kasendorfer Kirchenchor sang am Samstagabend in der Kasendorfer Kilianskirche den Messias. Foto: Katharina Müller-Sanke
Der Kasendorfer Kirchenchor sang am Samstagabend in der Kasendorfer Kilianskirche den Messias. Foto: Katharina Müller-Sanke
"Uns freut es, den Messias zu singen, darin sind so viele wichtige Glaubensfundamente enthalten," so Chorleiter Rainer Friedmann zu Beginn des Konzertes. Diese Freude wolle der Chor mit dem großen Werk weitergeben.
Um dieses bedeutende Werk der Kirchenmusikgeschichte aufführen zu können, hatte der Chor auf technische Hilfsmittel zurückgegriffen. Das Orchester wurde mit CD-Player eingespielt - eine Technik, die gerade für kleinere Chöre, aber auch für besonders schwierige Stellen nicht unbekannt ist. Sie ermöglicht es, den vollen Klang trotz kleiner Besetzung zu erzeugen.

Unerbittliche Technik

Kritisch ist die Technik vor allem deshalb, weil die Lautstärke und auch die Geschwindigkeit von Chor und CD kaum aufeinander abgestimmt werden können. Unerbittlich läuft die Technik weiter.

Der Chor um Leiter Friedmann meisterten diese Herausforderung gut.
Der Chor zeigte die bekanntesten Auszüge aus dem Messias, darunter Jessaja 60,1 "O du, die Wonne verkündet den Zion, verkündet in Jerusalem, steh auf, verkünde den Städten des Landes: Er kommt, dein Gott, die Herrlichkeit des Herrn ist über dir erschienen."
Und auch der wunderbare wie schwierige Chorsatz mit dem Text aus Jesaja 9.5/6 "Denn es ist uns ein Kind geboren, uns zum Heil ein Sohn gegeben, und die Herrschaft ist gelegt auf seine Schultern und sein Name soll heißen: Wunderbar, Herrlicher, der starke Gott, der Ewigkeiten Vater und Friedenfürst" gelang bestens. Am Ende stand das große Halleluja.

Kraftvoller Auftritt

Obwohl manch einer den Messias mit einem vielleicht doppelt so starken Chor im Ohr hat, zeigte auch der rund 30 Sängerinnen und Sänger zählende Kirchenchor in Kasendorf eine kraftvolle Performance.

Zwischen den Chorstücken traten auch die Solistinnen Marion Schmid (Sopran) und Annette Gerstenberger (Alt) mit Arien aus dem Messias auf. Beiden zuzuhören, ist immer wieder ein Genuss. Vor allem Erstgenannte ist Freunden alter Musik weit über die Grenzen Kasendorfs hinaus bekannt. Als Tenor war der Kasendorfer Harald Schmudlach zu hören. Alle drei wurden jeweils von Orgel (Roland Sack) und den Instrumentalsolisten Irmela Rauh (Querflöte) und Maria Rauh (Geige) begleitet. Durch die Abwechslung enstand ein stimmiges Gesamtbild.

Zum Abschluss des Konzertgottesdienstes richtete Pfarrer Stefan Lipfert das Wort an die Gemeinde. "Mit dem Messias wollen wir an das erinnern, um was es beim Osterfest geht: An Leben, Tod und Auferstehung Jesu", auch an die Jubelkonfirmanden dieses Jahres richtete er seinen besonderen Gruß.