Zur Einstimmung spielte das Jugendorchesters des Musikvereins unter der Leitung von Jürgen Eschenbacher. Die 23 Nachwuchsbläser stimmten die Zuhörer unter anderem mit "Chicago-Festival" von Markus Götz und winterlichen Impressionen aus einer Millionenstadt ein. Vor allem die Trompeten begeisterten mit der Zugabe "Happy trompets" und zeigten ihr erstaunliches Können.

Beim Hauptteil des Abends, dem Konzert des Sinfonischen Blasorchesters, wurde die ganze Bandbreite dessen gezeigt, was mit Blasmusik möglich ist.

Von imposanten Tönen zum Beispiel bei Klaus Strobels "Mit vollen Segeln", bis zum "Eighties Flashback" - einem Medley verschiedener Hits aus den 1980er-Jahren wie zum Beispiel "Eye of the Tiger" und dem "Thriller"- Thema war für jeden Geschmalc etwas dabei.


Schlangen und Wasserfall

Besonders beeindruckend war der Vortrag des Stücks "Jungle" von Thomas Doss. Hermann Horner, der durch den Abend führte, versprach nicht zu viel als er sagte: "Sie werden nicht glauben, was man mit 60 Leuten auf der Bühne alles machen kann."

Die Musiker entführten die Besucher regelrecht in den Dschungel. Schloss man die Augen, konnte man sich direkt hineinfühlen in das Abenteuer. Vom tiefen Unterholz, in dem Schlangen zischen, über einen Wasserfall mit zarten Flötenklängen bis hin zu einem Eingeborenenstamm, der mal bedrohlich mal freundschaftlich mit den Besuchern umgeht. Die Musiker legten immer wieder ihre Instrumente beiseite und erhöhten die Bandbreite verschiedener Töne noch durch Singen, Brummen oder Pfeifen.

Das Sinfonische Blasorchester Kasendorf bewies einmal mehr, dass Musik auch Generationen verbindet. Neben ganz jungen Mitgliedern vor allem in den ersten Reihen spielten auch erfahrene Akteure mit. Werner Röthel ist mit mittlerweile 80 Jahren das älteste aktive Mitglied.


Die Mischung macht's


Diese Mischung aus langjähriger Erfahrung und Ausgeglichenheit und jugendlichem Elan macht das Orchester aus. Leiter Thomas Eschenbacher hat einmal mehr alles aus diesem wunderbaren Klangkörper herausgeholt. Die Kasendorfer sind zu recht stolz auf ihr Ensemble.